Nach zwei Jahren Corona-Pause war es endlich wieder so weit. Die Unioner versammelten Freitagabend zum legendären Weihnachtssingen.
Nach zwei Jahren Corona-Pause war es endlich wieder so weit. Die Unioner versammelten Freitagabend zum legendären Weihnachtssingen. imago images/Koch

Oft kopiert, doch nie erreicht! Viele andere Klubs versuchen es auch mit einem Weihnachtssingen im Stadion. Doch das Original bleibt eben das Original. Seit 2003 gibt es das legendäre Happening einen Tag vor Heiligabend beim 1. FC Union. Erst war es eine nette, verrückte Idee von 89 Union-Fans. Jetzt ist es längst Kulturgut geworden. 28.500 kamen in die Alte Försterei, um zu singen, aber noch viel mehr, um ihren Eisernen Klub nach einen Superjahr 2022 zu feiern. Union macht es nach zwei Jahren Corona-Pause mal wieder allen vor: So geht Weihnachtssingen!

Lesen Sie auch: Mal ganz anders! Ex-Puhdy Dieter „Maschine“ Birr: So rocke ich dieses Jahr Weihnachten >>

Ein bisschen Regen, na und?! Die Fans machten trotzdem eine Party daraus. Pressesprecher und Stadionsprecher Christian Arbeit führte durch den wundervollen Abend und heizte die besinnliche Stimmung immer ein bisschen an. Neben den Weihnachtsliedern ertönten auch immer wieder die Schlachtrufe: Union, Union, Eisern Union! Platz 5 in der Bundesliga, dazu noch in der Play-Off-Runde der Europa League und im DFB-Pokal geht es auch noch weiter. Ein besseres Jahr gab es noch nie für die Köpenicker. 

Lesen Sie auch: Weihnachts-Horoskop fürs Wochenende: 24. und 25. Dezember 2022! So werden Ihr Samstag und Sonntag – laut Ihrem Sternzeichen >>

Die Tradition gibt es bei Union seit 2003. Ungenehmigt hatten sich vor 19 Jahren 89 Anhänger zur Premiere versammelt. 

Zu hören waren bei Kerzenlicht Klassiker wie „Guten Abend schön‘ Abend“, „Ihr Kinderlein kommet“ und „Oh Tannenbaum“. Auch Union-Lieder wurden angestimmt. Zu den Besuchern der 20. Auflage gehörten unter anderen Union-Verteidiger Paul Jaeckel sowie die Ex-Unioner Jan Glinker, Ronny Nikol, Björn Brunnemann und Björn Kopplin.

„Ihr Kinderlein kommet“, so stand es im Gesangsbuch. Und fast alle Unioner kamen in die Försterei. 
„Ihr Kinderlein kommet“, so stand es im Gesangsbuch. Und fast alle Unioner kamen in die Försterei.  AFP/Schwarz

Beim Original aller Weihnachtssingen in Fußball-Stadien singen die Fans immer noch selbst mit Unterstützung des Köpenicker Emmy-Noehter-Gymnasiums. Der Grünauer Pfarrer Ulrich Kastner trug erneut die Weihnachtsgeschichte vor. Ein Fan im Kostüm des Weihnachtsmannes schaute mit Ironie und Stolz auf das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte.

Glückliche Fans, glückliche Familien. Der 1. FC Union macht es auch ohne Fußballspiel möglich.
Glückliche Fans, glückliche Familien. Der 1. FC Union macht es auch ohne Fußballspiel möglich. imago images/Koch

Doch einmal holte er auch die Rute heraus. Er kritisierte in seinem Gedicht die Pyro-Ausschreitungen von einigen Fans beim Euro-Spiel in Malmö. So viel Selbstkritik konnten alle wunderbar wegstecken. Denn es war mal wieder ein Abend voller harmonischer Gemeinschaft. Selbst Christian Arbeit war ergriffen und sagte zum Abschluss: „Danke, es war ein wunderschönes Jahr. Vielleicht wird das nächste Jahr noch besser. Hey, wir fahren nach Amsterdam und vielleicht noch weiter durch Europa.“

Lesen Sie hier mehr über den 1. FC Union >>