Da muss sich Genki Haraguchi strecken: Die Zugänge des 1. FC Union, hier Jordan Siebatcheu (l.) und Danilho Doekhi (r.), sind beide 1,90 Meter groß.
Da muss sich Genki Haraguchi strecken: Die Zugänge des 1. FC Union, hier Jordan Siebatcheu (l.) und Danilho Doekhi (r.), sind beide 1,90 Meter groß. Imago

Sportlich geht es beim 1. FC Union seit Jahren steil bergauf. Auch bei den Mitgliedern erleben die Köpenicker einen richtigen Wachstumsschub. Da passt es ins Bild, dass zur neuen Saison die Spieler immer größer werden. 24 Zentimeter mehr: Auch beim 1. FC Union kommt es auf die Größe an.

Manager Oliver Ruhnert hat seinem Namen als früherer Schnäppchenjäger wieder alle Ehre gemacht. Nur noch nach einem Linksverteidiger wird gefahndet. Ansonsten ist zwei Wochen vor dem Pokal-Auftakt in Chemnitz (Montag, 1. August, 18 Uhr) der Köpenicker Kader komplett.

1. FC Union: Oliver Ruhnert kauft günstig und groß

Grund, Angst zu haben: Jordan Siebatcheu, neuer Stürmer des 1. FC Union, misst 1,90 Meter und ist damit nochmals größer als Vorgänger Taiwo Awoniyi.
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Grund, Angst zu haben: Jordan Siebatcheu, neuer Stürmer des 1. FC Union, misst 1,90 Meter und ist damit nochmals größer als Vorgänger Taiwo Awoniyi.

Insgesamt zehn Neue hat Ruhnert an Land gezogen und trotz des Wissens der Konkurrenz, dass das Union-Konto durch den Rekordverkauf von Taiwo Awoniyi (für 20 Mio. Euro nach Nottingham) prall gefüllt ist, keine Mondpreise bezahlt. Im Gegenteil: Ruhnert ließ der Fluch der vielen Millionen kalt, er gab nur 14 Mio. Euro für alle Zugänge zusammen aus.

Gekommen sind dafür viele gute Fußballer, die sogar einige Hertha-Fans über das, was da im Osten erneut zusammenwächst, staunen und zittern lassen. Unions Gesamtpaket scheint auf jeden Fall zu stimmen, um im vierten Bundesliga-Jahr und beim Europa-League-Debüt zu bestehen.

1. FC Union: Zugänge sind alle Hünen

Dabei fällt auf: Weil der Fußball immer athletischer wird, kommt es auch beim 1. FC Union mehr und mehr auf die Größe an. Also verstärkten Ruhnert und Cheftrainer Urs Fischer das Team mit extrem großen Hünen.

In der Abwehr kamen mit Diogo Leite, der 1,88 Meter misst, und Danilho Doekhi (1,90 Meter) zwei Leuchttürme für die Innenverteidigung. Sie ersetzen Timo Baumgartl (1,90 Meter), der sich nach seiner Hodentumor-OP zurückkämpft, und den Verkaufskandidaten Rick von Drongelen (1,85 Meter).

Im Mittelfeld soll Unions neuer Öko-Wikinger Morten Thorby den zur TSG Hoffenheim abgewanderten Grischa Prömel ersetzen. Der Norweger misst 1,89 Meter und ist damit fünf Zentimeter größer als Prömel.

Den größten Wachstumsschub, nämlich 16 Zentimeter, legt der 1. FC Union aber in der Offensive hin. Die Angreifer Jordan Siebatcheu (1,90 Meter) und Jamie Leweling (1,84 Meter) sind deutlich größer als ihre Vorgänger Taiwo Awoniyi (1,83 Meter) und Keita Endo (1,75 Meter), der für ein Jahr an Zweitligist Braunschweig verliehen wurde. 

Kopfballduelle: Der 1. FC Union hat Luft nach oben

Doch wie immer heißt es auch hier: Ausnahmen bestimmen die Regel. Der 1,90 Meter große Torwart Frederik Rönnow ersetzt den fünf Zentimeter größeren und bisherigen Stammkeeper Andreas Luthe (Kaiserslautern).

Auf dem Feld ist der 1. FC Union aber um satte 24 Zentimeter gewachsen. Beste Voraussetzungen, um in der neuen Spielzeit mehr Kopfballduelle zu gewinnen.

Dass da noch Luft nach oben war, hat der 1. FC Union offenbar erkannt. Vergangene Spielzeit waren es 748 Stück, im Schnitt 22 pro Spiel, was Union den achten Platz bescherte. Nun soll es mit der neuen Größe weiter nach oben gehen.

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