Die älteren Union-Fans werden sich noch erinnern – dieser Schal hat seine Berechtigung in der Geschichte des 1. FC Union.
Die älteren Union-Fans werden sich noch erinnern – dieser Schal hat seine Berechtigung in der Geschichte des 1. FC Union. Christian Hänel, zVG

Boah, was werde ich diese Spielzeit vermissen. Sommerpause. Wie blöde. Läuft doch gerade alles so schön. Und irgendwie scheinen es die Eisernen mit Tom Petty zu halten: The sky is the limit. Und irgendwie scheint auch das nicht zu stimmen. Es scheint ein Spiel ohne Grenzen für die Köpenicker. Union in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.

Ein Punkt und zugegebenermaßen reichlich Treffer trennen den 1. FC Union von der Königsklasse. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wenn man heute etwas von „Bluten für Union“ erzählt, schauen einen die Leute an, als würde man Geschichten aus der Kaiserzeit erzählen. Was soll gewesen sein?

Union-Boss Zingler hält sich öffentlich zurück

Ja, es ist eine unglaubliche Geschichte. Die nicht nur mit Trainer Urs Fischer – dessen Verdienste hatten wir hier schon vor Wochenfrist gewürdigt – oder Manager Oliver Ruhnert zu tun hat. Sondern auch mit einem Boss, der seit 2004 die Geschicke des Vereins leitet: Dirk Zingler. Der bei all seinem durchaus vorhandenen Kontrollwahn im Laufe der Jahre gelernt hat, zu delegieren. Und sich vor allem seit Jahren nicht vor jede Kamera stellt und mit laienhaft sportlichen Einschätzungen seinen Übungsleitern das Leben erschwert.

Zingler redet Fischer und Ruhnert nicht rein. Er lässt sie machen. Auch wenn er natürlich in manchen Sachen das letzte Wort hat. Und wenn er jetzt noch endlich den Stadionausbau voranbringt, dann stehen den Eisernen goldene Zeiten bevor.

Denn die erneute Qualifikation für den Europacup spült Union auf Jahre jede Menge Kohle rein. In der nationalen TV-Wertung. Es sind diese Gelder, die dabei helfen werden, sich auf Dauer in der Bundesliga zu etablieren.

Ein eisernes Triumvirat aus Fischer, Ruhnert und Zingler

In Rom hatten sie einst ein Triumvirat. Das hat Union auch. Und solange dieses Dreigestirn bei den Eisernen weiter so arbeitet, muss einem um die Zukunft nicht bange sein. Ja, Rückschläge werden kommen. Aber das wird man aushalten. Wer aus der Hölle kam, den kann doch so was nicht wirklich schrecken.

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