Unions Trainer Urs Fischer ist der Dirigent des Erfolgs. Ab Donnerstag wird es wieder laut auf dem Trainingsplatz.
Unions Trainer Urs Fischer ist der Dirigent des Erfolgs. Ab Donnerstag wird es wieder laut auf dem Trainingsplatz. imago images/Räppold/Koch

Die Hinrunde war für den 1. FC Union bis zum zwölften Spieltag ein wahrer Traum – Spitzenreiter, dazu noch im Europapokal und im DFB-Pokal weiter. Doch am Ende setzte es zwei Klatschen in der Bundesliga. Nur das wurmt Trainer Urs Fischer ein bisschen. Deswegen wird ab Donnerstag wieder im Training Vollgas gegeben und Fischer gibt die Marschroute heraus: Das neue Jahr beginnt vier Tage früher.

„Wahnsinn, was die Mannschaft geleistet hat“, sagt Fischer, die Bilanz bis zur WM-Pause sei alles in allem „fantastisch“ – und doch muss er zugeben: „Den letzten Eindruck nimmst du mit.“ Kurz vor der Unterbrechung war der Höhenflug in der Liga mit einer 0:5-Klatsche bei Bayer Leverkusen jäh beendet worden, nach einem Remis gegen den FC Augsburg setzte es zum Abschluss dann ein 1:4 beim SC Freiburg – Union rutschte innerhalb von nur acht Tagen vom ersten auf den fünften Platz ab.

Es gilt nun also, diesen letzten Eindruck abzuschütteln, noch vor Silvester wird in Köpenick wieder geschwitzt. Während die Konkurrenz um Bayern München und Borussia Dortmund erst im neuen Jahr wieder startet, versammeln sich die Berliner bereits ab Donnerstag zum Training. Noch früher ließ nur Daniel Farke seine Profis bei Borussia Mönchengladbach antanzen, für Yann Sommer und Co. ging es bereits am Dienstag los.

Doch auch bei Union war die Weihnachtspause kurz, drei Tage vor Heiligabend hatte Fischer seine Mannschaft noch gegen den Zweitligisten FC St. Pauli auf den Platz geschickt. Die Partie gewannen die Köpenicker (3:2) ebenso wie die beiden vorherigen Testspiele gegen den FC St. Gallen (4:1) und Hansa Rostock (2:0).

Union wagt die Vierer-Kette

Eine bislang laut Fischer „intensive und gute Vorbereitung“, und doch sah der 56-Jährige „genügend Dinge, die man ansprechen und an denen man arbeiten kann“. So zum Beispiel die ungewohnte Viererkette, die der Schweizer immer wieder ausprobierte. Das System sei „relativ neu für uns, da fehlen die Automatismen“.

An denen kann Fischer ab dem 2. Januar weiter im Trainingslager im spanischen Campoamor feilen, wo die Berliner gleich doppelt gegen Augsburg testen. Am 21. Januar empfängt Union dann die TSG Hoffenheim (15.30 Uhr/Sky) zum ersten Pflichtspiel nach der WM-Pause, aus der sich die Eisernen wohl nur zu gerne mit einem Erfolg zurückmelden würden.

Denn nach der Niederlage in Freiburg sei die „Enttäuschung“ bei der Mannschaft „spürbar“ gewesen, hatte Fischer im Anschluss bei Dazn erklärt. „Mit einer gewissen Distanz“ dürfe die Partie aber „nicht für eine wirklich tolle Spielzeit hinhalten“. Verteidiger Robin Knoche versicherte: „Wir greifen im neuen Jahr voll an.“

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