Bleib doch hier: Trainer Urs Fischer würde nur zu gern Stürmer Sherlado Becker beim 1. FC Union halten. 
Bleib doch hier: Trainer Urs Fischer würde nur zu gern Stürmer Sherlado Becker beim 1. FC Union halten.  Imago/Matthias Koch

Einmal rollt der Ball noch in der Alten Försterei. Dann geht für den 1. FC Union ein Mega-Jahr zu Ende. Bevor die Spieler von Cheftrainer Urs Fischer (56) ein paar Tage die Füße hochlegen, steigt vor dem Fest noch der St.-Pauli-Test (Mittwoch, 13 Uhr, AFTV). Während der eiserne Winterfahrplan steht, zittern die Fans weiter um Flügelflitzer Sheraldo Becker (27). 

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Noch 90 Minuten, dann steht das Christkind vor der Tür. Weil Fischer mit dem ersten Teil der Vorbereitung während der WM-Pause zufrieden ist, haben die Union-Profis ab Donnerstag und bis zum 29. Dezember frei. Ab dem 2. Januar steht dann das Trainingslager in Campoamor an.

1. FC Union: Macht Nottingham Forest bei Sheraldo Becker Ernst?

Stürmer Sherlado Becker ist bereits wieder in Frühform, schnürte bei Test gegen Hansa Rostock einen Doppelpack für den 1. FC Union.
Imago/Matthias Koch
Stürmer Sherlado Becker ist bereits wieder in Frühform, schnürte bei Test gegen Hansa Rostock einen Doppelpack für den 1. FC Union.

Bevor es unter die spanische Sonne an der Costa Blanca geht, zittern viele Union-Fans allerdings um Topscorer Becker. Der Niederländer, mit sieben Toren und vier Vorlagen in 15 Spielen Unions Unterschiedsspieler, steht laut Sky auf der Einkaufsliste von Premier-League-Klub Nottingham Forest. Noch ist in Köpenick kein Angebot eingegangen, doch der Aufsteiger in Abstiegsnot soll Becker schon im Winter (das Wintertransferfenster öffnet ab 1. Januar) auf die Insel lotsen wollen. 

Fakt ist: Becker fühlt sich in Berlin wohl, doch den Marktmechanismen im Fußball-Business kann sich weder der flinke Stürmer (geblitzt mit 36 km/h) noch der 1. FC Union entziehen. Sollte Becker trotz seines langfristigen Vertrags den Lockrufen aus England folgen, winkt ihm wie Max Kruse bei seinem Wolfsburg-Wechsel vor einem Jahr mindestens eine Verdopplung seines Gehalts – und Union eine Ablöse von mindestens 15 Millionen Euro.

1. FC Union: Manager Ruhnert fahndet nach Becker-Ersatz

Trotz der Kohle, ein Abschied Beckers bereitet den Fans gleich doppelt Sorge. Zum einen tanzt der 1. FC Union auch 2023 auf drei Hochzeiten, dazu steckt Beckers einstiger kongenialer Sturmpartner Jordan Siebatcheu (26) seit Monaten im Formtief.

Immerhin: Mit Manager Oliver Ruhnert (51) hat Union einen Trumpf in der Hinterhand, der nicht erst seit gestern nach einem Becker-Ersatz fahndet. Eine Transferphase ohne Neuzugang ist für Ruhnert wie Weihnachten ohne Stress – praktisch unvorstellbar. 

1. FC Union: Talente reisen mit ins Trainingslager

Zukunftsmusik, vor allem für Fischer. Unions Cheftrainer nahm seine Spieler in den vergangenen zwei Wochen hart ran, durch die drei Testspiele sollten sie bei Laune gehalten werden. Der Plan ging auf. Fischer: „Um wirklich Dinge einzustudieren, braucht man das Training. Aber die Spieler haben es trotzdem geliebt, wenn du jeden zweiten, dritten Tag ein Spiel hast.“

Beim letzten Test vor dem Fest freut sich Fischer über die Rückkehr vieler verschnupfter Spieler. Dennoch wird der Schweizer eisernen Talenten wie Tim Maciejewski (21) und Aljoscha Kemlein (18) erneut eine Chance geben. Die beiden Youngsters werden auch in Spanien beim zweiten Teil der Vorbereitung mit dabei sein. 

Ob das auch für Becker oder bereits einen Becker-Ersatz gilt, wird sich schon bald zeigen ...

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