Jordan Siebatcheu (M.) bekam nach seinem Union-Debüt lobende Worte von Trainer Urs Fischer.
Jordan Siebatcheu (M.) bekam nach seinem Union-Debüt lobende Worte von Trainer Urs Fischer. Imago/Christian Schroedter

Testspiele sind Testspiele, sind Testspiele. Ergebnisse daher nicht Schall und Rauch, aber nicht überzubewerten. Insofern war die 0:1-Niederlage bei Eintracht Braunschweig kein Beinbruch für den 1. FC Union. Gehört halt in einer Vorbereitung dazu. So sah Trainer Urs Fischer die Pleite vor 4432 Besuchern im Eintracht-Stadion.

„Ich habe viele gute Dinge gesehen, aber Tore haben wir nicht gemacht. Es gab genügend Möglichkeiten“, sagte der Schweizer Fußballlehrer nach einer Partie, in der die Köpenicker vor allem in der Anfangsphase recht gut unterwegs waren beim Zweitliga-Aufsteiger.

Union-Trainer Urs Fischer trotz Pleite nicht unzufrieden

„Wir hatten so viele Flanken, die unpräzise waren. Das ist normal in der Phase, in der wir uns im Moment befinden. Ich will der Mannschaft keine Vorwürfe machen, weil es phasenweise echt gut war“, meinte der 56-Jährige, der in der Vorwoche nach dem 4:1-Erfolg bei Braunschweigs Mitaufsteiger 1. FC Magdeburg mit seiner Truppe noch ganz anders ins Gericht gegangen war.

Positiv stimmte den Chefcoach der Köpenicker auch die Debüts der Herren Jordan Siebatcheu und Jamie Leweling. Der aus Bern gekommene Mittelstürmer durfte sich 45 Minuten tummeln, Leweling immerhin eine halbe Stunde. Mit ein bisschen mehr Glück hätte Siebatcheu seinen neuen Kollegen sogar einen auflegen können, doch sowohl Rani Khedira als auch Genki Haragutchi scheiterten in der Anfangsphase.

Jordan Siebatcheu bekommt Lob von Union-Trainer Urs Fischer

Naturgemäß musste dem Franko-Amerikaner mit kamerunischen Wurzeln noch ein wenig die Bindung zu seinen Teamgefährten fehlen. Was aber keinen verwundern dürfte, da er ja erst letzte Woche in Berlin angekommen war. Fischer war denn auch zufrieden mit seinem ersten Einsatz im Dress der Köpenicker. „Das war gut. Er war unterwegs. Die Bereitschaft war da, er hat die Bälle gut festgemacht“, so der Schweizer.

Jamie Leweling zeigte in Braunschweig gute Ansätze.
Jamie Leweling zeigte in Braunschweig gute Ansätze. Imago/Christian Schroedter

Siebatcheu war auch nicht unzufrieden mit seinem ersten Union-Einsatz. „Ich fühlte mich gut im Spiel. Mit den Minuten wurde es aber etwas komplizierter. Wir müssen noch an einigen Dingen, Automatismen arbeiten. Mit der Zeit werden wir sie finden“, so der Torschützenkönig der Schweizer Super League gegenüber der Bild-Zeitung.

„Es war für mich ein Comeback-Spiel. Ich hatte lange nicht mehr gespielt, weil ich in den letzten drei Partien von Bern in der vergangenen Saison verletzt war“, sagte der Angreifer und ergänzte: „Wir versuchen, dass ich wieder in den Rhythmus komme. Deswegen bin ich zufrieden, dass ich für meinen neuen Verein spielen konnte. Ich hoffe, dass ich mein Niveau sehr schnell wiederfinde.“

Klingt verheißungsvoll!

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