Paul Seguin beim Gastspiel des 1. FC Union in Magdeburg
Paul Seguin beim Gastspiel des 1. FC Union in Magdeburg Imago/Contrast

Er hat noch nie das Trikot der Magdeburger getragen. Obwohl es seine Geburtsstadt ist. Die Rückkehr in seine Heimat, in eine Gegend, die ihn als Kind geprägt hat, ist für Unions Zugang aus Fürth, Paul Seguin, immer mit Emotionen verbunden. Und nicht immer mit guten Erinnerungen, was die Tätigkeit auf dem grünen Rasen angeht.

Zuletzt verlor er Ende April 2019 mit der SpVgg Fürth in der Zweiten Liga mit 1:2. Fehlpass seinerseits inklusive. Seinerzeit gelang einem gewissen Marius Bülter der Siegtreffer für den späteren Zweitligaabsteiger.

Nun war er beim 4:1-Sieg der Eisernen im Test an einem Eigentor beteiligt. „Es war ein Standard, ich denke, der Magdeburger kommt dran. Er kommt nicht ran, der Ball prallt gegen mein Schienbein und geht ins Tor“, beschrieb er die Szene mit einem leichten Achselzucken. Zum Glück sind die Ausflüge in die alte Heimat für ihn nur sporadisch. Nicht, dass sich das fortsetzt ...

1. FC Union: Paul Seguin mit Eigentor in Magdeburg

Doch unabhängig vom Sport sind diese Trips für ihn etwas Besonderes. Teile der Familie waren da. Einer seiner vier Brüder. Und natürlich sein Papa Wolfgang, von aller Welt nur „Paule“ gerufen.

Eine Magdeburger Legende. Dreifacher DDR-Meister. Europapokalsieger. Mit seinen 380 Oberligaeinsätzen ist er bis heute der Rekordhalter beim FCM. „Es macht immer Spaß, zu Hause zu sein“, so Seguin Junior nach dem Spiel, als sich Vater und Sohn in den Katakomben des Stadions in die Arme liefen.

1. FC Union: Paul Seguin unzufrieden mit dem Spiel

Wenn der Vater mit dem Sohne: Wolfgang „Paule“ Seguin zusammen mit seinen Filius Paul
Wenn der Vater mit dem Sohne: Wolfgang „Paule“ Seguin zusammen mit seinen Filius Paul Imago/Matthias Koch

Unabhängig vom Eigentor war Seguin junior, der in Stendal am Hölzchen das Kickern erlernte, ehe er in die Jugend des VfL Wolfsburg wechselte, mit dem Spiel auch nicht zufrieden. „Wir haben uns taktisch nicht gut verhalten. Wir haben gut angefangen und dann einfach ein bisschen ... Tja, wir haben einfach zu spät erkannt, wie wir es hätten machen müssen“, so Seguin. Und mitten in einem Spiel ist es oft schwer, den Schalter umzulegen und den Flow wieder zu erreichen.

Ähnlich hatte das ja auch Trainer Urs Fischer gesehen. Und war mit seiner Kritik scheinbar auf offene Ohren gestoßen. Seguin freimütig: „In der ersten Halbzeit haben wir es nicht gut gemacht. Aals es 2:0 stand, kamen wir nicht mehr so in die Zweikämpfe. Da müssen wir drüber reden.“

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