Der eiserne Neuzugang Milos Pantovic während des Trainings des 1. FC Union in Bad Saarow.
Der eiserne Neuzugang Milos Pantovic während des Trainings des 1. FC Union in Bad Saarow. City-Press/Matthias Renner

Der Name Susi fiel schnell. Susi Kopplin, Unions Mutter der Kompanie. Milos Pantovic hatte schon viel über sie gehört von seinem besten Kumpel Robert Zulj. Wenn jemand in seinen ersten Gesprächen mit Ex-Kollegen gleich etwas über die eiserne Mannschaftsbetreuerin erfährt und das in den ersten Tagen in Bad Saarow sofort bestätigt sieht, kann einer vielversprechenden Zukunft nicht viel im Weg stehen.

Und die will der aus Bochum gekommene gebürtige Münchner mit den Eisernen unbedingt erleben. Daraus macht der Mittelfeldspieler keinen Hehl. „Union ist Bochum einen Schritt voraus. Die haben sich in der Bundesliga festgesetzt. Ich will hier den nächsten Schritt machen“, sagte der 25-Jährige, der nach vier Jahren beim VfL Bochum mit Aufstieg und Klassenerhalt im Profifußball fest Fuß gefasst hat.

Die ersten Schritte dahin erfolgten im 17. Oktober 2015 noch zu seinen Münchner Zeiten, wo er eine technisch gute Ausbildung mitbekommen hatte. Beim Kick in Bremen wechselte ihn Pep Guardiola in der Nachspielzeit für Arturo Vidal ein. Weitere Einsätze beim FC Bayern waren ihm im Profibereich nicht vergönnt. Daher 2018 der Wechsel ins Revier.

Unions Neuzugang Milos Pantovic lernte viel unter Pep Guardiola

„Das ist aber kein Beinbruch, wenn man sieht, was das für eine Weltklassemannschaft gewesen ist. Und von Guardiola konnte man nur lernen. Wenn man von Pep nichts lernt, hat man nicht gut zugehört“, sagte der Offensivallrounder, der als Achter oder Zehner gerne das Spiel mitprägt.

„Pep ist eine Autorität. Da spitzt man die Ohren doppelt und dreifach und denkt an vieles. Aber es sind grundsätzliche Sachen, die einem aber auf Dauer weiterhelfen können“, erinnert sich Pantovic gern an diese Tage zurück. Wie man den Ball im ersten Kontakt besser mitnimmt beispielsweise.

Technik, Geschwindigkeit, guten Abschluss nennt er als seine Qualitäten. Gedankenschnelle auch. Damit will er der Mannschaft helfen.

Einen etwas größeren Eindruck hinterließ Pantovic in der breiteren Öffentlichkeit in der abgelaufenen Spielzeit mit zwei fulminanten Weitschusstoren binnen eines Monats. Beim 2:0 gegen Hoffenheim traf er Anfang November aus 66 Metern. Ein Heimspiel darauf setzte er beim 2:1 gegen Freiburg die Kugel aus 45 Metern quasi von der Mittellinie aus ins Netz. Die Spielszenen wurden bei YouTube exorbitant angeklickt.

Milos Pantovic erbt Robert Zuljs Nummer beim 1. FC Union

„Das war ein Stück weit Instinkt. Da habe ich nicht groß nachgedacht. Es hat mir sicherlich geholfen, mir in der Bundesliga einen Namen zu machen. Aber ich glaube nicht, dass ich solche Tore noch 15-mal machen werde. Das waren Dosenöffner, aber die musst du auch mit guten Leistungen weiter bestätigen“, so der 1,85 Meter große Mittelfeldspieler, der bei den Eisernen in die Fußstapfen von Grischa Prömel treten soll und künftig mit der Nummer 32 aufläuft.

Die Nummer hatte sein bester Freund Zulj bei den Eisernen auch. Und der gehörte ja auch zu den Aufstiegshelden der Köpenicker. Kein ganz so schlechtes Omen ...

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