Wie teuer sind eigentlich Haustiere? Eine neue Studie beantwortet diese Frage - und verrät, wie man bei Hund und Katze sparen kann. imago/Panthermedia, imago/Bihlmayerfotografie

Unzählige Menschen auf der ganzen Welt halten sich Haustiere – auch in Deutschland freuen sich Hunderttausende Familien über einen pelzigen Freund. Am gefragtesten sind natürlich, wie könnte es anders sein, Hunde und Katzen. Und gerade in der heutigen Zeit, wenn alles immer teurer wird und das Geld bei vielen nicht mehr zum Leben reicht, fragt man sich: Wie teuer ist so ein Haustier eigentlich? Eine neue Untersuchung beantwortet diese Frage – und brachte mich zum Staunen!

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Zugegeben: Ich habe mir bisher nie Gedanken darüber gemacht, was ein Tier eigentlich kostet. Das liegt zum einen daran, dass ich bisher vor allem Kaninchen und Meerschweinchen als Haustiere hatte, bei denen sich etwa die Futterkosten in Grenzen halten. Vor allem auf dem Dorf, wo sattes Grünzeug auf den Wiesen wächst und die Dorfbewohner sogar ihre Möhren- und Gurkenschalen vorbeibrachten. Zum anderen, weil ich glaube, dass das Geld keine Rolle spielen sollte, wenn man einem Tier ein Zuhause geben will – denn nichts ist wertvoller als Liebe!

Spannende Studie: Diese Hunde und Katzen sind die teuersten

Trotzdem wird die Frage nach den Kosten nun beantwortet: Die Gutschein- und Rabatt-Plattform „savoo“ hat untersucht, wie viel Geld die Haltung von Hunden und Katzen verschlingt. Ausgewertet wurden unter anderem Futter-, Versicherungs-, Steuer- und Pflegekosten, aber auch die Gebühren für Kauf oder Adoption der Tiere und Preise für Katzenstreu, Halsbänder und Co. Das Ergebnis: Katzen sind wesentlich teurer als Hunde! Während man für eine  Stubentiger im Laufe des Lebens knapp 21.000 Euro aufbringen muss, kostet ein Hund „nur“ 11.000 Euro.

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Berechnet wurde das sogar für einzelne Rassen: Bei den Hunden führen etwa Golden Retriever, Deutscher Schäferhund und Beagle die Liste an – sie kosten im Laufe ihres Lebens 15.102 Euro (Golden Retriever), 12.403 Euro (Schäferhund) und 12.351 Euro (Beagle). Weiter unten stehen der Pudel mit 10.148 Euro, der Rottweiler mit 10.507 Euro und der Terrier (10.271 Euro). Bulldoggen, Chihuahuas und Dackel kommen mit weniger als 10.000 Euro am günstigsten weg.

Der Golden Retriever ist laut der Studie der teuerste Hund. imago/Nordphoto

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Bei den Katzen liegen die Preise dementsprechend höher: Für ein Tier der Rasse Savannah brauchen die Halter satte 25.000 Euro, eine Burma-Katze schlägt sich mit 23.200 Euro im Haushaltsbuch nieder und eine Ragdoll verschlingt im Laufe des Lebens etwa 23.130 Euro. Am günstigsten sind hier Katzen der Rasse Russisch Blau (16.735 Euro) sowie Perser- und Abessinier-Katzen (je rund 18.500 Euro).

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Das klingt viel – wo kann man da noch sparen? Grundsätzlich gilt natürlich: Gespart werden sollte am Haustier eigentlich nicht. Wer sich dafür entscheidet, sich Hund oder Katze anzuschaffen, sollte gut darüber nachdenken, damit nicht am Ende Geschichten entstehen, wie ich sie immer wieder schreiben muss: Tiere werden ausgesetzt, vor dem Tierheim angebunden oder sogar, wie erst kürzlich in Marzahn-Hellersdorf, wie Müll entsorgt. Also: Bitte genau darüber nachdenken, ein Tier ist keine Ware, kein schnelles Kuschel-Wesen, sondern ein Begleiter auf Lebenszeit!

Savannahkatzen kosten eine Menge Geld. imago/blickwinkel

Trotzdem haben die Experten von „savoo“ Tipps: Man solle etwa Tierfutter in größeren Mengen kaufen, nicht einzelne, kleine Produkte. Das spare auf lange Sicht Geld. Wichtig sei es außerdem, Haustiere vernünftig zu versichern, denn bei Krankheit oder einem Unfall kann der Tierarztbesuch zu einer teuren Angelegenheit werden.

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Sparen beim Haustier: Mit diesen Tipps kosten Hund und Katze weniger

Doch der wohl wichtigste Spar-Tipp passiert schon ganz am Anfang, wenn überhaupt über ein Haustier nachgedacht wird: Gehen Sie bitte nicht zum Züchter oder kaufen Sie Tiere im Internet – sondern geben Sie lieber einer armen Tier-Seele aus dem Tierheim ein neues Zuhause. Die Schutzgebühr, die hier für ein Tier fällig wird, beträgt laut der „savoo“-Studie rund 125 Euro – im Gegensatz zu Hunderten oder Tausenden Euro, die man an anderen Stellen blecht. Doch das Geld ist nicht entscheidend: Mit dieser Geste bescheren Sie einem traurigen Tierheim-Tier einen der schönsten Momente des Lebens – und das ist unbezahlbar.

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Florian Thalmann schreibt jeden Mittwoch im KURIER über Tiere.
Kontakt in die Redaktion: wirvonhier@berlinerverlag.com