Piefke und Kouki sind nur zwei der fünf Husky-Welpen, die ein neues Zuhause suchen. Wer sie adoptieren will, muss aber einige Anforderungen erfüllen. Tierheim Berlin

Als der unbarmherzige Krieg in der Ukraine ausbrach, mussten viele Haustierbesitzer mit ihren Lieblingen aus dem Kampfgebiet fliehen – an den Grenzen trafen nach und nach auch immer mehr Menschen mit Hunden, Katzen und anderen Vierbeinern ein. Denn niemand lässt seine Lieblinge einfach so in Gefahr zurück. Eine besonders dramatische Geschichte ist die einer Husky-Hündin, die in den ersten Tagen des Krieges Nachwuchs zur Welt brachte – fünf Welpen wurden geboren.

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Husky-Welpen aus dem Tierheim suchen ein neues Zuhause

Doch dann kam der Krieg – und die Tiere kamen nach Deutschland. Eine Flucht nach Berlin, eine Flucht in den Frieden! Die kleine Tiergruppe landete im Berliner Tierheim in Falkenberg, wurde hier versorgt. „Nach gelungener Flucht aus der Ukraine nach Berlin durfte ihre Mama die Welpen ganz in Ruhe in unserer Obhut aufziehen“, heißt es auf der Website des Tierheims.

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Die Welpen wurden getauft auf die Namen Kiro, Kouki, Piefke, Paule und Mican. „Ihre Mutter ist eine Husky-Hündin, der Vater ist unbekannt – vermutlich aber ein eher kurzbeiniger Mischling, denn zwei der fünf Brüder haben recht kurze Beinchen“, heißt es. Die Hündin sei jetzt, Monate nach der Geburt des Nachwuchs, wieder bei den ursprünglichen Besitzern. Und die kleinen Hunde seien bereit, jeder für sich in ein neues Zuhause zu ziehen.

Sieht süß aus, braucht aber ganz viel Zeit: Husky-Welpe Kouki. Tierheim Berlin

„Alle fünf sind gesunde, muntere und freundliche Hundekinder. Altersentsprechend können sie noch gar nichts und sind natürlich auch noch nicht stubenrein – Blase und Verdauung können Welpen erst ab einem Alter von frühestens vier Monaten kontrollieren“, heißt es auf der Website des Tierheims. „Für unsere fünf Husky-Jungs suchen wir aktive, hundeerfahrene Menschen, die über ein Haus mit direkt angrenzendem eingezäuntem Garten in ländlicher Lage oder ggf. sehr ruhiger Stadtrandlage verfügen.“

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Wer nun die schnelle Chance auf einen Welpen wittert: So einfach ist es nicht. Für ein Leben in der Stadt seien Huskys nicht geeignet. Schön wäre es, wenn im neuen Zuhause schon ein souveräner und freundlicher Ersthund lebt, heißt es. „Extrem wichtig ist auch ganz viel Zeit vonseiten der neuen Halter*innen. Im ersten Jahr brauchen Welpen 24/7-Betreuung, sie sind in der Aufzucht anfangs so aufwendig wie ein Kleinkind.“

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Hundewelpen sind süß – doch sie brauchen viel Aufmerksamkeit!

Eine Besonderheit von Huskys und Husky-Mischlingen sei, „dass sie grundsätzlich nicht gut alleine bleiben können, das heißt, auch perspektivisch sollte der Hund immer dabei sein dürfen oder eben nur in Gesellschaft zu Hause bleiben (wobei diese natürlich auch hündischer Art sein kann)“, schreiben die Tierschützer. Zudem seien sie energisch, brauchen viel Bewegung. Interessenten können sich mit einer Mail an tiervermittlung@tierschutz-berlin.de bewerben, heißt es auf der Website des Tierheims.

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Geschildert werden sollten hier die eigenen Lebensumstände und die bisherige Hundeerfahrung. „Bitte geben Sie auch an, wie Sie die notwendige 24-Stunden-Betreuung im ersten Jahr gewährleisten können“, heißt es. „Außerdem benötigen wir Fotos von Ihrem Zuhause, damit wir uns ein umfassendes Bild machen können.“

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