Das wunderschöne Spiel „A Juggler's Tale“ erzählt die Geschichte einer kleinen Marionette. Fotos: PR/A Juggler's Tale

Der Herbst ist da, das Wetter wird schlechter – und immer nur vor der Glotze sitzen macht auf Dauer auch keine Freude. Wie wäre es mal wieder mit einem schönen PC-Spiel? Die Auswahl ist gigantisch, deshalb muss auf dem Bildschirm nicht immer geballert werden. Versuchen Sie es doch mal mit einem Game, das gleichzeitig die grauen Zellen trainiert! Hier kommen drei Tipps für Spiele, die jeder ausprobieren sollte.

„A Juggler’s Tale“: Poetisches Abenteuer mit einer süßen Marionette

Es wurde lange erwartet, nun ist es endlich da: Das Spiel „A Juggler’s Tale“. Erst vor Tagen kam das poetische Abenteuer auf den Markt – ein Produkt der deutschen Spiele-Firma „kaleidoscube“ aus Ludwigsburg. Die Idee: Der Spieler steuert eine Marionette durch nicht enden wollende Landschaften, begleitet sie auf ihren Abenteuern und auf dem Weg in die Freiheit – denn Abby, so heißt sie, ist eigentlich Gefangene eines Zirkus.

Das Spiel ist ein Rätsel-Abenteuer, denn auf dem Weg müssen verschiedene Ausgaben erfüllt werden. Abby muss Gerätschaften bedienen, Abgründe überwinden und gegen verschiedene Gegner kämpfen, um am Ende ihr Glück zu finden. Das Besondere dabei: Weil sie eine Marionette ist, hängt sie an Fäden – ein Element, das bei verschiedenen Rätseln zusätzlich für Schwierigkeiten sorgt. Denn die Strippen machen das Hindurchgehen unter Bäumen und Dächern unmöglich. Dazu braucht es Gehirnschmalz…

A Juggler's Tale begleitet die kleine Marionette Abby auf ihren Abenteuern.

Video: Youtube

Zusätzlich kommentiert die Stimme des Puppenspielers aus dem Off die Erlebnisse der kleinen Marionette – in Reim-Form. Wunderschön, poetisch, spannend. „A Juggler’s Tale“ ist ein Spiel für die ganze Familie, aber auch für gemütliche Abende allein, wenn der Regen von außen an das Fenster prasselt. Gibt’s u.a. bei „Steam“ für 14,99 Euro und für gängige Konsolen.

„Superliminal“: Ein Spiel, das das eigene Gehirn auf die Probe stellt

Eigentlich ist es ganz einfach: Steht ein Gegenstand weiter von uns entfernt, ist er kleiner, kommt er näher, wird er größer. Aber: Er ist nicht wirklich kleiner und wird größer, sondern er WIRKT nur so. Die Welt besteht aus Perspektiven – und wie wir die Dinge sehen, ist nur von eben jener Perspektive abhängig.

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Das Rätsel-Spiel „Superliminal“ stellt die eigene Wahrnehmung so richtig auf die Probe. In dem Game befindet sich der Spieler in einer Einrichtung, in der Schlaf und Träume erforscht werden. Und durchlebt einen schrägen Traum nach dem anderen. In diesen Träumen können Gegenstände nur mithilfe der Perspektive auch in der Wirklichkeit verkleinert oder vergrößert werden – das hilft dabei, etwa höher gelegene Ebenen zu erreichen oder völlig neue Räume zu schaffen. Ein Beispiel: Durch einen Wechsel des Blickwinkels kann ein einfaches Puppenhaus im Spiel so groß gemacht werden, dass der Spieler sogar hineingehen kann…

Der Trailer zu Superliminal gibt einen Eindruck davon, wie schräg das Spiel ist.

Video: Youtube

Hört sich ziemlich bekloppt an? Ist es auch! Aber: Es macht auch einen Heidenspaß, ein Notausgangs-Schild, gerade 20 mal 40 Zentimeter groß, auf vier mal acht Meter wachsen zu lassen. Noch dazu ist das Spiel vollgestopft mit optischen Täuschungen. Kurzum: Wer „Superliminal“ spielt, traut im 30-Sekunden-Takt seinen Augen kaum. Und sieht die Welt danach aus einer anderen Perspektive. Das Spiel (Sprache: Englisch) gibt’s unter anderem bei „Steam“ (für 16,79 Euro).

„The Black Watchmen“: Hier wird jeder zum Geheimagenten!

Wie arbeiten eigentlich Geheimagenten? Jeder, der das schonmal ausprobieren wollte, kann es in diesem Rätsel-Spiel versuchen. Zugegeben: Mit der echten Arbeit von Agenten hat natürlich auch „The Black Watchmen“ nichts zu tun, schließlich muss man dafür nicht einmal das eigene Sofa verlassen. Aber: Das Gefühl, das der Spieler hier beim Bestehen der einzelnen Prüfungen bekommt, ist schon etwas speziell.

The Black Watchmen lässt die Spieler zu Agenten werden.

Video: Youtube

In verschiedenen Missionen ist es hier die Aufgabe, in eine Story eingebettete Rätsel zu knacken. In jeder Mission gibt es eine Aufgabe, die dann mithilfe verschiedener Quellen gelöst werden muss. Dafür steht beispielsweise ein Archiv mit Geheimdokumenten zur Verfügung, die sich der Spieler im Netz herunterladen kann. Diese müssen analysiert werden, verschiedene Fakten werden miteinander kombiniert. Am Ende muss sich aus dem gesammelten Wissen eine Lösung ergeben.

Das Besondere an „The Black Watchmen”: Es spielt sich längst nicht nur im eigentlichen Spiel ab. Denn: Um auf die Lösungen zu kommen, müssen auch verschiedene Internetseiten durchsucht werden, manche Fakten sind nur durch sorgfältige Recherche aufzutreiben. An manchen Stellen fühlt es sich beinahe so an, als sei es kein Spiel, sondern Realität. Umso zufriedenstellender ist es, wenn eine Aufgabe geknackt wurde. So muss es auch für echte Agenten sein … Das Spiel gibt’s u. a. bei „Steam“ zum Preis von 8,19 Euro.