Der Ball ruht zunächst beim SC Charlottenburg und beim TSV Rudow II. Foto: Sportfoto Rudel/Imago Images

Berlin - Das Coronavirus hat nun auch den Berliner Fußball-Verband (BFV) erreicht. Wie der BFV am Dienstag mitteilte, seien zwei Fußballer von Berliner Vereinen positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden. Bei den Erkrankten handelt es sich um einen Spieler vom SC Charlottenburg sowie um einen Kicker der zweiten Mannschaft des TSV Rudow, die beide in der Landesliga (7. Liga) spielen, wie die Deutsche Presse-Agentur auf Nachfrage beim Berliner Fußball-Verband am Dienstag erfuhr.

„In einem Fall hat das Gesundheitsamt angeordnet, dass die gesamte Mannschaft im Erwachsenenbereich unter Quarantäne gestellt wird. In einem zweiten Fall wurde ebenfalls eine positiv getestete Person unter häusliche Quarantäne gestellt“, heißt es in einer Mitteilung des BFV. Die kommenden Spiele der betroffenen Teams wurden abgesetzt.

Keine Geisterspiele im Berliner Amateurfußball geplant

Trotz der beiden bestätigten Erkrankten besteht für den Verband nach Rücksprache mit der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, den bezirklichen Gesundheitsämtern und dem Robert-Koch-Institut keine Veranlassung, „den Spielbetrieb generell ruhen zu lassen“. Allerdings werde die Lage täglich neu bewertet, und der BFV würde sich nach den Anweisungen der Behörden richten.

Im Gegensatz zur Bundesliga steht in den unteren Klassen kein Beschluss über sogenannte „Geisterspiele“ im Gebiet des Berliner Verbandes an. Dafür müssten auch mindestens 1000 Zuschauer einem Spiel der unteren Ligen erwartet werden.

Zugleich fordert der Verband die Vereine auf, bei ihren Mannschaften zu überprüfen, ob es Spielerinnen oder Spieler gebe, die seit Februar 2020 aus einem Risikogebiet zurückgekehrt seien. „Wir appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Vereine und empfehlen, diese Spieler/innen – unabhängig von möglichen Krankheitssymptomen – nicht einzusetzen; weder bei Spielen noch im Trainingsbetrieb.“ Zudem müsse die entsprechende bezirkliche Gesundheitsbehörde informiert werden.