Max Verstappen klettert frustriert aus seinem Red Bull, den er gerade an die Mauer gesetzt hatte.
Max Verstappen klettert frustriert aus seinem Red Bull, den er gerade an die Mauer gesetzt hatte. Foto: AFP/Andrej  Isakovic

Willkommen in der Formel Herzinfarkt! Max Verstappen wollte mit aller Gewalt die Poleposition, riskierte trotz großen Vorsprungs alles – und zerdepperte seine Träume an der Mauer: Der WM-Spitzenreiter crashte im Qualifying zum GP von Saudi-Arabien am Sonntag (18.30 Uhr, RTL) auf Bestzeitkurs in der letzten Kurve. Startplatz eins futsch!

„Das ist wirklich schlimm“, ärgerte sich Verstappen nach seinen möglicherweise WM-entscheidenden Bock auf der Zielgeraden. Schließlich reichte es statt der Pole nur zu Startplatz drei hinter seinem großen WM-Rivalen Lewis Hamilton (acht Punkte zurück) und dessen Mercedes-Kollegen Valtteri Bottas.

Max droht noch mehr Ärger

Und es könnte noch böser kommen für Verstappen: Wenn sein Getriebe beschädigt sein sollte und ausgewechselt werden muss, verliert er weitere fünf Startplätze für das Rennen. Puh!

Durchschnaufen war auch bei Hamilton angesagt: „Was für eine harte Strecke das ist“, meinte der sichtlich erleichterte Engländer  nach seiner 103. Pole. „Der Sieg ist das Ziel. Wir geben alles. Es wird ein enger Kampf werden, aber Valtteri und ich werden auf der Hut sein“, kündigte der siebenmalige Champion an, der sich bei diesem Zieleinlauf die WM-Führung zurückholen würde.

Toto Wolff macht sich Mut

Womit sich die Frage stellt, ob Verstappen besser in der letzten Kurve etwas weniger hätte riskieren sollen. Red-Bull-Berater Helmut Marko: „Wir waren vier Zehntel vorn, aber das ist nicht Max, der geht auf alles.“

Auch die Konkurrenz guckte genau hin. „Er ist weit gerutscht, auf dem Gas geblieben und dann eingeschlagen. Er hätte den Speed gehabt“, stellt Mercedes-Teamchef Toto Wolff fest. Und machte sich Mut: „Ich glaube, dass wir im Rennen eine Chance haben, weil Red Bull alles auf das Qualifying gesetzt hat. Wenn wir beim Start vorne bleiben, haben wir eine gute Chance.“

Vettel und Mick weit hinten

Die haben die Deutschen nicht: Sebastian Vettel kam im Aston Martin nicht über Rang 17 hinaus, der Ex-Weltmeister scheiterte zum dritten Mal in dieser Saison im ersten Qualifying-Abschnitt: „Wir sind immer noch weit weg. Es ist vielleicht eine Strecke, die nicht zu uns passt. Verkehr auf meiner letzten Runde hat auch nicht geholfen.“ Haas-Pilot Mick Schumacher startet vom 19. Platz.