Ist es ein Uhu? Zumindest die Farben für den bekannten Klebstoff sind bei Lewis Hamilton schon mal angemessen.  Foto: Oliver Reuter




Weiter, immer weiter! Formel-1-Nimmersatt Lewis Hamilton (35) will nach seinem 91. Grand-Prix-Sieg auf dem Nürburgring, mit dem er Michael Schumachers (51) Rekord einstellte, nun der Allerbeste werden. Damit kann der Brite das Debüt der Formel 1 in Portimão (Sonntag, 14.10 Uhr, RTL & Sky) zum historischen Ereignis machen.

Dafür wählte der Mercedes-Superstar ein ungewöhnliches Outfit. Im schwarz-gelben Uhu-Dress mit Hut lümmelte Hamilton auf einer Couch, bevor er sich mit seiner Rekordjagd beschäftigte.

Vielleicht ein Sinnbild, denn der Brite wird sehr lange, vielleicht sogar ewig, auf Schumis verwaistem Thron kleben. Erstens will er ja noch einige Jahre weiterfahren und zweitens ist ein neuer Überflieger, der seine Rekorde angreifen könnte, nicht in Sicht.

Schumis Sohn Mick (21) traute sich zwar nach der emotionalen Helm-Überreichung am Nürburgring diese Kampfansage: „Mein nächstes Ziel dürfte sein, diesen Rekord wieder in die Familie zu holen.“ Aber dafür muss er erstmal Leistung bringen, sich nach seinem Formel-1-Debüt 2021 bei Haas oder Alfa Romeo würdig für Ferrari erweisen und ein siegfähiges Auto gebaut bekommen.

Hamilton zögert mit Vertragsverlängerung

All das hat Hamilton durch seine langjährige Förderung bei McLaren-Mercedes im Eiltempo geschafft. In Portimão kann er nicht nur Schumis 14 Jahre alte Bestmarke übertreffen, sondern Mercedes auch den siebten Konstrukteurstitel in Serie bescheren. Bei einem Vorsprung von 180 Punkten auf Red Bull müssen er und Edelhelfer Valtteri Bottas (31) den Sieg und Platz drei schaffen, Max Verstappen (22) und Alexander Albon (24) müssten leer ausgehen.

„Das ist eine unglaubliche Leistung“, sagte Hamilton, er sei stolz, Teil des Teams zu sein. Dennoch hat er immer noch keinen neuen Vertrag unterschrieben. Das liegt wohl weniger am Zahlenwerk (angeblich forderte er einen Dreijahresvertrag mit 44 Millionen Euro Gehalt) als an der unsicheren Zukunft seines Vertrauten, Teamchef Toto Wolff (48). Deshalb konzentriert sich Hamilton auf das, was er am besten kann: fahren und Rekorde brechen. „Darauf und nur darauf bin ich fokussiert. Alles andere muss warten.“