Bisschen leer auf der Brust, aber eine Unionern durchaus vertraute Geste: Taiwo Awoniyi feiert seine ersten Treffer in der Premier League für Nottingham Forest.
Bisschen leer auf der Brust, aber eine Unionern durchaus vertraute Geste: Taiwo Awoniyi feiert seine ersten Treffer in der Premier League für Nottingham Forest. Imago/Shutterstock/Paul Currie

Wenn man 23 Jahre auf etwas wartet, ist es ein großer Moment, wenn es eintrifft. Am Sonntag war es so weit: Und niemand geringer als Unions einstiger Publikumsliebling Taiwo Awoniyi war daran beteiligt. Der Nigerianer, diesmal bei Nottingham Forest in der Startformation, schoss das erste Premiere-Legaue-Tor für die Tricky Trees seit 1989! Er war der Siegtreffer beim 1:0 gegen West Ham United.

„Wer sich den Treffer von Awoniyi angesehen hat, kommt nicht umhin, von einem klassischen Taiwo-Tor zu sprechen. Der Ball fällt ihm als Abpraller vor die Füße und er trifft mit dem Schienbein“, kommentiert das der Internetblog Textilvergehen. Und tut Awoniyi damit ein bisschen unrecht. Denn „Taigoal“ hat auch schon sehr viele schöne Buden erzielt.

Im Revier bei einem Klub, den man aufgrund seiner Angreifer auch durchaus in FC Union 04 II umbenennen könnte, zeigte sich Marius Bülter als Mann ohne Nerven. In der dritten Minute der Nachspielzeit verwandelte Bülti einen Handelfmeter zum 2:2-Ausgleich der Schalker gegen Borussia Mönchengladbach, der den Königsblauen ihren ersten Punkt nach dem Aufstieg bescherte. Für Bülter war es schon der zweite Saisontreffer.

Sebastian Polter kam nach 66 Minuten für Simon Terodde ins Spiel. Beide konnten keine großen Akzente setzen. Marvin Friedrich wurde bei der Borussia erst in der 88. Minute eingewechselt.

Ebenfalls im Mittelpunkt stand Rafal Gikiewicz. Nachdem er in den Wochen zuvor arg in der Kritik stand, hielt der polnische Schlussmann den 2:1-Sieg seiner Augsburger in der BayArena fest. Hinterher erntete er viel Lob von seinem Kapitän Jeffrey Gouweleeuw. Leverkusens Robert Andrich fehlte verletzungsbedingt (Beschwerden im Gesäß.).

Nachdem Grischa Prömel im Pokal beim 2:0 in der Verlängerung in Rödinghausen seinen ersten Treffer für Hoffenheim erzielt hatte, ging der Mittfeldspieler in der Liga noch leer aus. Doch anders als zum Auftakt, als man in Gladbach mit 1:3 den Kürzeren zog, konnte sich Prömel diesmal über einen Dreier freuen. Die Kraichgauer feierten einen 3:2-Erfolg nach einem 0:2-Rückstand gegen den VfL Bochum, bei denen Laura-Wontorra-Gatte Simon Zoller einen Doppelpack hingelegt hatte. Prömel scheint sich bei der TSG ebenso im Mittelfeld festbeißen zu können wie Andrich in Leverkusen.

Licht und Schatten in Liga zwei

Im Bundesligaunterbau tummeln sich derzeit naturgemäß noch mehr Ex-Unioner. Bastian Oczipka konnte nicht verhindern, dass Arminia Bielefeld gegen den HSV mit 0:2 den Kürzeren zog und nach vier Spielen ohne einen einzigen Punkt im Tabellenkeller rumturnt. Ein rabenschwarzer Tag erwischte auch Florian Hübner mit dem Klub. Nürnberg verlor sang- und klanglos mit 0:3 gegen Heidenheim, bei denen Lennard Maloney eine ordentliche Figur abgab. Andreas Luthe und der zur Pause eingewechselte Kenny Prinz Redondo verloren mit dem 1. FC Kaiserslautern zu Hause mit 0:1 gegen Paderborn.

Marcel Hartel steuerte zum 3:0-Erfolg des FC St. Pauli gegen Magdeburg den dritten Treffer bei. Auf dem aufsteigenden Ast befindet sich auch wieder Steven Skrzybski. Beim 3:0 seiner Kieler Störche gegen Braunschweig steuerte er einen Doppelpack bei. Bei den Gästen saßen Keita Endo und Anthony Ujah zunächst nur auf der Bank.

Lesen Sie hier mehr aus dem Sport >>