Liverpools Trainer Jürgen Klopp muss seinen Spieler Jordan Henderson nach dem 0:1 gegen Real Madrid im Finale der Champions League trösten. AFP/Franck Fife

Der Termin stand, ganz unabhängig vom Ausgang des Finales in der Königsklasse. Und natürlich ließ sich Jürgen Klopp die Fahrt mit dem offenen Bus durch Liverpool nicht nehmen nach dem 0:1 gegen Real Madrid. „Selbst wenn niemand auf diesem Planeten versteht, dass wir eine Parade machen – wir machen eine“, sagte der Coach der Reds nach dem bitteren 0:1 gegen die Königlichen um Toni Kroos. „Wir haben in dieser Saison zwei Pokale gewonnen. Da habe ich schon schlimmere Probleme gehört“, so der Coach der Reds.

Grund zum Feiern hatte die riesige Fangemeinde entlang der 13,5 Kilometer langen Strecke bis zum Ufer des Mersey genug. Die Titel im FA Cup und Ligapokal, aber auch eine saustarke Saison mit Platz zwei knapp hinter Manchester City ließen Klopps Augen leuchten. Der wichtigste Pott blieb Liverpool aber verwehrt. Direkt nach dem 0:1 (0:0) in Paris war die Stimmung daher getrübt. „Wenn der Torwart ‚Man of the Match‘ ist, weißt du, dass irgendwas scheiße gelaufen ist“, so Klopp.

Klopp kann sich es nicht richtig erklären

Richtig erklären konnten weder Klopp noch die LFC-Fans das 0:1. Weil Reals einziger Schuss aufs Tor im Netz zappelte, platzte der Traum vom Triple. „Die entscheidende Statistik spricht für Real. Sie haben ein Tor geschossen, wir nicht. Das ist die einfachste Erklärung in der Welt des Fußballs“, so Klopp.

„Es war eine tolle Saison, eine spektakuläre Saison. In der Kabine war ich damit aber noch der einzige. Die Jungs brauchen etwas länger, und das verstehe ich“, so Klopp. Der 54-Jährige umarmte nach dem Schlusspfiff jeden seiner Spieler und applaudierte auch den Fans, die mit einem lauten „You'll never walk alone“ antworteten.

Liverpools Trainer Jürgen Klopp bedankt sich nach der Niederlage bei den Fans für die Unterstützung. dpa/AP/Petr David Josek

Er wollte sich diese Spielzeit nicht madig machen lassen. „In zwei Wettbewerben haben wir es jetzt ganz knapp nicht geschafft. Ansonsten ist uns natürlich nichts vorzuwerfen – was soll der Mist?“, so der 54-Jährige.

Ein neuer Angriff auf den Henkelpott soll folgen. „Wir probieren es wieder, wir werden nochmal in einem Finale stehen“, so Klopp. Sein eigenes Team ist dabei Vorbild: 2018 hatten die Reds auch im Finale gegen Real verloren – ein Jahr später holten sie die Trophäe.

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So wie 2018 –Klopp nimmt sein eigenes Team als Vorbild

„Der Unterschied zu 2018 ist: Ich kann sehen, dass wir wiederkommen. Vor vier Jahren hatte ich mir das gewünscht, aber ich konnte es nicht wissen. Diese Jungs sind eine fantastische Gruppe und werden wieder angreifen“, versprach Klopp.

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