Stefan Horngacher bleibt wohl deutscher Skisprung-Trainer. dpa/Hendrik Schmidt

Obwohl der Oberstdorfer Karl Geiger bis zum Schluss um den Sieg im Gesamtweltcup mitsprang, war diese Skisprung Saison für die deutschen Athleten doch irgendwie enttäuschend. Wieder einmal spielten sie bei der Vierschanzen-Tournee keine Rolle, bei den olympischen Spielen fanden sie sich auf der Normalschanze schwer zurecht, immer wieder hatten sie Windpech, hatten wie Markus Eisenbichler einige Aussetzer oder verloren wie Pius Paschke mitten in der Saison komplett ihre Form.

Doch kurz vor Ende der Saison ist immerhin die bislang fragliche Personalie des Bundestrainers geklärt: Der Österreicher Stefan Horngacher bleibt wohl mindestens noch ein Jahr lang bei den DSV-Adlern. Das bestätigte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel am Freitag der „Sportschau“.

Horngacher bleibt wohl bis Planica 2023 Skisprung-Trainer

„Was das kommende Jahr angeht, da sind wir so gut wie durch“, sagte Hüttel. „Die Weltmeisterschaft 2023 in Planica wird sicher noch unter seiner Regie laufen.“ So richtig nach Planungssicherheit klingt das bislang allerdings noch nicht. Doch Hüttel macht den Fans Hoffnung auf eine längere Zusammenarbeit: „Die Chancen sind auch durchaus da, dass er auch darüber hinaus Trainer bleibt.“

Horngacher selbst, der 2019 den Job als deutscher Skisprung-Bundestrainer von Werner Schuster übernommen hatte, wurde zuvor mit den Worten zitiert, die Vertragsverlängerung hänge nur noch „an Kleinigkeiten“.

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Stefan Horngacher winkte die deutschen Skispringer die letzten drei Jahre lang an der Schanze ab. dpa/Arne Dedert

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Stefan Horgacher konnte sowohl als Athlet als auch als Trainer große Erfolge im Skispringen feiern. 1994 und 1998 holte er mit der österreichischen Auswahl jeweils Bronze bei den olympischen Winterspielen, hinzu kommen fünf Medaillen bei Weltmeisterschaften. Im Einzel blieben die ganz großen Erfolge zwar aus, dennoch landete er 1991 und 1999 je einmal ganz oben auf dem Podest.

Stefan Hornacher war schon einmal beim DSV

Nach seiner aktiven Karriere, die er 2002 beendet hatte, arbeitete Stefan Horngacher erstmal als Trainer beim österreichischen Skisprung-Nachwuchs. Wechselte dann erstmals zum DSV, wo er den Nachwuchs trainierte und sich 2006 ganz dem persönlichen Wiederaufbau von Martin Schmitt widmete, der in einer schweren Krise war. Anschließend wurde er 2011 Assistent von Bundestrainer Werner Schuster.

Doch aus dessen Schatten sollte er bald heraustreten, als er 2016 die polnischen Skispringer um Kamil Stoch übernahm und sie zu herausragenden Ergebnissen führte. Vor allem Stoch und Dawid Kubacki wuchsen über sich hinaus.

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Im Jahr 2019 wechselte Horngacher dann ein zweites Mal zum DSV, diesmal als Cheftrainer. Und es sieht aus, als würde diese Episode nicht wieder nach drei Jahren enden.