Racing-Point-Pilot Lance Stroll hat Corona. AFP

Nächster Einsatz für Formel-1-Feuerwehrmann Nico Hülkenberg (33)? Der schon am Nürburgring für den erkrankten Racing-Point-Piloten Lance Stroll (21) eingesprungene Emmericher muss sich für das Portugal-Comeback in Portimao (Sonntag, 14.10 Uhr, RTL & Sky) erneut bereithalten. Denn der Kanadier hat doch das Coronavirus.

Am Nürburgring war Stroll noch von einem Magen-Darm-Virus ausgegangen und hatte gesagt: „Ich komme nicht von der Toilette runter, um ein Rennen zu fahren.“

Corona-Alarm in der Formel 1! Denn weil Stroll noch bis zum Samstag innerhalb des Teams war und sich erst dann in Isolation begab, müssen nun alle Racing-Point-Mitarbeiter getestet werden. Stroll erklärt: „Ich habe mich auch am Sonntag zu unwohl gefühlt, um das Rennen zu fahren und mich testen lassen. Am nächsten Tag kam dann das positive Ergebnis, woraufhin ich mich für die nächsten zehn Tage in Isolation begeben habe. Ich wurde am Montag erneut getestet und das Ergebnis war negativ. Ich fühle mich in guter Form und kann es nicht erwarten, in Portugal zu fahren.“ Dafür muss aber ein erneuter Test vor Ort abgewartet werden. Hülkenberg sollte sich lieber bereits jetzt in seinen Porsche GT2 setzen und nach Portimao düsen.

Beim Großen Preis der Eifel war der Emmericher am Samstagmorgen von Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer (56) angerufen worden, als er in Köln mit einem Kumpel Kaffee trank und danach zum Ring gerast. Da war er ohne Vorbereitung ins Qualifying gestartet und nach einem kleinen Fahrfehler Letzter geworden. Doch von ganz hinten startete der „Hülk“ eine furiose Aufholjagd bis auf den achten Platz. Dafür wurde er von den weltweiten Formel-1-Fans zum „Fahrer des Rennens“ gewählt.

Damit sicherte er dem Team, für das er zu Force-India-Zeiten lange fuhr, vier wichtige Punkte. Nach seinem zweiten Feuerwehrmann-Einsatz nach dem in Silverstone (Siebter) hatte es Lob von allen Seiten gegeben. Zwar sind bei Racing Point beide Cockpits für 2021 mit Stroll und Sebastian Vettel (33) schon besetzt, doch zwei andere Teams haben den „Hülk“ im Visier. Neben Haas-Teamchef Günther Steiner (55) bekundet nun auch Red-Bull-Sportchef Dr. Helmut Marko (77) sein Interesse, den gegen Max Verstappen (22) chancenlosen Alexander Albon (24) zu ersetzen: „Wenn wir im nächsten Jahr um die WM fahren wollen, brauchen wir Konstanz. Sollte Albon nicht die Erwartungen erfüllen, müssen wir ihn wohl oder übel ersetzen. Dafür gibt es zwei Kandidaten: der Sergio Perez und der Nico Hülkenberg.“

Wird aus Feuerwehrmann Hülkenberg also ein Bulle? In einem siegfähigen Auto könnte der Emmericher dann endlich seinen 179 Rennen andauernden Podest-Fluch brechen.