Mick Schumacher träumt von einer Zukunft in einem schnellen Auto. dpa

Das gab es so noch nie! Die Formel 1 fährt am Sonnabend in Silverstone die Startplätze für den Großbritannien-GP am Sonntag (16 Uhr) erstmals in einem Sprint-Rennen aus. Die Bosse der Rennserie versprechen sich davon Action, Spaß und Spannung, die Fahrer sind nur mäßig begeistert.

Sebastian Vettel (34) hat sich in das Schicksal gefügt. Anfangs war er ein großer Kritiker des neuen Formats, jetzt sagt der Aston-Martin-Pilot: „Mittlerweile bin ich offen, es ändert sich ja sowieso nicht mehr, egal, was wir denken. Wir müssen jetzt mal sehen, ob der Sprint den Leuten gefällt.“

Mick Schumacher träumt von Zukunft in besserem Auto

Und so geht’s: Über nur 100 Kilometer (17 Runden) kämpfen die Fahrer 30 Minuten lang um den Sieg und die besten Plätze, müssen dabei anders als im echten Rennen keine Rücksicht auf den Reifenverschleiß nehmen: Vollgas statt Schongang. Am Freitag gab es ein gewöhnliches Qualifying für den Sprint. Da war Lewis Hamilton (36) im Mercedes der Schnellste vor WM-Spitzenreiter Max Verstappen (23) im Red Bull. Vettel fuhr auf Platz 10, nachdem er zuvor festgestellt hatte: „Das Wichtigste wird sein, dass man dieses kurze Rennen beendet. Sonst startet man von ganz hinten.“

Das ist Mick Schumacher (22) in seinem lahmen Haas von Hause aus gewöhnt, ließ als 19. nur seinen Team-Rivalen Nikita Mazepin (22) hinter sich. Trotzdem hofft Schumis Sohn, der Sprintrennen aus der Formel 2 und 3 gut kennt: „Für mich ist das nichts Neues. Vielleicht können wir dadurch dann im Grand Prix etwas weiter vorne starten als sonst.“

Träumen ist erlaubt. Auch von einer Formel-1-Zukunft in einem besseren Auto. Am Mittwoch hatte Haas-Teamchef Günther Steiner verkündet, dass für eine weitere Zusammenarbeit 2022 nur noch Details zu klären seien. Das sieht Mick nicht so und pokert weiter: „Er sagte, es sei mehr oder weniger geklärt. Er sagte nicht, dass es schon unterschrieben ist.“ Wechselgerüchte zu Alfa Romeo halten sich hartnäckig. Schumi Junior geheimnisvoll: „Ich konzentriere mich auf das Hier und Jetzt, in der Sommerpause beschäftige ich mich dann mit den anderen Dingen.“

In Gedanken bei den Hochwasser-Opfern

Vielleicht auch mit einem ganz besonderen Date. Mit wem er denn schon immer mal essen gehen wollte, wurde Mick von einem Fan gefragt. Etwas Bedenkzeit brauchte er schon, dann hatte er es: mit US-Basketball-Legende Michael Jordan (58). Die Begründung verblüfft dann schon ein wenig: „Er war schließlich der Größte in seinem Sport. Da ist es ziemlich interessant zu erfahren, wie sich Jordan seinem Job angenähert hat.“ Und was würde er mit „Air“ essen? Mick schmunzelte: „Fast hätte ich Pizza gesagt...“

Vorbei war aller Spaß, als es um die aktuelle Hochwasserkatastrophe ging. Mick: „Die Bilder machen mich sprachlos. Ich möchte allen, die von diesen Unwettern betroffen sind, Mut zusprechen.“