Konzentriert und engagiert: der russische BR Volleys-Kapitän Sergej Grankin. Foto: Imago/Marcel Lorenz

Vor zwei Jahren haben sie bei den BR Volleys nach dem letzten Saisonspiel in Friedrichshafen über Zuspieler Sergej Grankin gestaunt. Der russische Olympiasieger, der immer konzentriert und oft distanziert wirkt, ging bei der Meisterfeier 2019 voll aus sich heraus. Nachdem ihn Trainer Cedric Enard mit einem Schwall Bier getauft hatte, mixte Grankin kräftig Getränke an der Bar.

Nachdem es 2020 wegen Corona keinen Meister gab, ist die Chance für Kapitän Grankin und die Berliner groß, dass es am Donnerstag (18 Uhr/Sport 1) erneut eine Titelfeier am Bodensee gibt. In der Finalserie führen die BR Volleys 2:0 gegen den VfB Friedrichshafen. Ein Sieg noch, eine fette Feier – dann reist Grankin heim nach Moskau, wo Frau Tatjana und Tochter Anastasia warten.

Die beiden hat Grankin in Berlin vermisst. Wegen der Pandemie konnten sie ihn nicht besuchen. Nun hat der 36-Jährige seinen Vertrag bis 2023 verlängert. Er sucht eine größere Wohnung, denn nächste Saison kommen Tatjana und Anastasia per Dauervisum mit nach Berlin. Liebesgrüße nach Moskau schickt Grankin vorab per Foto – am liebsten mit Meistertrophäe im Arm.