Nachdenklich: Volleys-Manager Kaweh Niroomand erkankte an Corona und sorgt sich um den Klub.  Foto: Imago Images

Berlin - Wie fies das Corona-Virus einen treffen kann, selbst wenn man nicht in Lebensgefahr schwebt, berichtet Kaweh Niroomand. Der Manager der Berliner Volleys hat eine Infektion mit dem COVID-19-Virus überstanden. 

„Gott sei Dank, war es nicht so schlimm, dass ich ins Krankenhaus musste und Atem- oder Lungenprobleme hatte. Aber ich war sehr geschwächt. Das hat mich richtig für zehn, zwölf Tage niedergehauen, so dass ich wirklich mehr oder weniger nur geschlafen und dabei auch viel Kraft und Substanz verloren habe“, erklärte Niroomand dem rbb. Seine Kinder seien vor vier Wochen zum Skiurlaub in St. Anton gewesen und hätten es „in die Familie weitergegeben“.

Kritik an Saison-Abbruch

Der Macher des zehnmaligen deutschen Meisters erneuerte seine Kritik am vorzeitigen Abbruch der Bundesligasaison, wodurch es in dieser Saison keinen Meister gibt. „Ich denke, dadurch dass es eben nur noch zwei Spieltage waren, hätte man durchaus auch zu einer anderen Lösung kommen können“, sagte Niroomand. Die Satzung sehe vor, dass der Erste der Hauptrunde Meister sei, wenn die Playoffs nicht gespielt werden könnten.

Niroomand betonte, dass er der Letzte sei, der die Gesundheit der Bevölkerung und Spieler nicht an erste Stelle sehe. „Aber diese Entscheidung hätte auch anders ausfallen können. Und dann wären wir zumindest halbwegs befriedigt in diese Zwangspause gegangen.“

Sponsorengeld dringend nötig 

Die Volleys lagen zum Zeitpunkt des Abbruchs mit uneinholbarem Vorsprung an der Tabellenspitze. Eine seriöse Planung für die kommende Spielzeit sei aktuell noch nicht möglich, sagte Niroomand. Aus der laufenden Saison stehe noch ein sehr hoher sechsstelliger Betrag an Sponsorengeldern aus, „die noch fließen müssen, damit wir die Saison halbwegs glimpflich abschließen.“