Schick sieht der Aston Martin von Sebastian Vettel schon aus, schnell ist er noch nicht ... Foto: AFP/Andrej Isakovic

Was für ein Rohrkrepierer von Agent 00Vettel auf seiner ersten Mission für das Bond-Team Aston Martin. Der von Ferrari aussortierte und zum englischen Rennstall gewechselte Sebastian Vettel (33) strandete im Qualifying zum Nachtrennen heute in Bahrain (17 Uhr) auf dem 18. Startplatz.

Schuld war aber nicht Vettel oder seine neue grüne Rennlady „Honey Ryder“, sondern Mick Schumachers (22) Haas-Teamkollege Nikita Mazepin (22). Weil sich der russische Milliardärssohn im ersten Quali-Drittel zweimal drehte und damit zweimal Gelbe Flaggen provozierte, konnte Vettel seine Zeit nicht mehr verbessern.

„Müssen besser aufpassen“

Der Heppenheimer war allerdings nicht sauer auf Mazepin, sondern nahm den Fehler auch auf seine Kappe: „Ich denke, wir hätten besser aufpassen und uns besser positionieren müssen. Das hat uns hart getroffen.“

Fürs Rennen hat er wenig Hoffnung: „Wir sind weit weg von den Punkten. Es ist ein langes Rennen und wir müssen schauen, was noch möglich ist.“

Im Rahmen seiner Möglichkeiten blieb dagegen Neuling Mick Schumacher. Der Sohn von Michael Schumacher (52) war im lahmen Haas-Ferrari VF-21 immerhin schneller als Teamkollege Mazepin und startet vom 19. Platz. „Das war leider ein sehr kurzes Qualiying. Trotzdem bin ich recht happy mit dem Auto. Jetzt will ich mich aufs Rennen konzentrieren und Erfahrungen sammeln – und dann aufbauen über das Jahr.“

Verstappen foppt Hamilton

Die erste Poleposition des Jahres sicherte sich Red-Bull-Heißdüse Max Verstappen (23), der damit seine gute Test-Form bestätigte und Lewis Hamilton (36) den Fehdehandschuh hinwarf. Der Siebenfach-Weltmeister kam vier Zehntel dahinter im weiterhin schwierig zu fahrenden Mercedes W12 auf den zweiten Platz.

Hamilton nahm die Niederlage sportlich: „Max hat einen fantastischen Job gemacht und die Pole verdient. Ich habe mir Wettbewerb gewünscht und den wird mir Max jetzt bieten.“ Als Vierter sorgte Ferrari-Speerspitze Charles Leclerc (23) für so etwas wie eine Wiederauferstehung.