War auch in Ungarn nicht zu Bremsen: Weltmeister Lewis Hamilton fuhr zweimal neuen Streckenrekord. AFP

Sanftes Aufatmen bei Ferrari und Sebastian Vettel. Nach Skandalen und Ärgernissen in den vergangenen Wochen sind die Startplätze fünf und sechs beim Grand Prix von Ungarn so etwas wie ein Mini-Erfolgserlebnis. Und dass der Heppenheimer noch vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc starten darf, zumindest eine kleine Genugtuung.

Auf dem Hungaroring war für Ferrari auch Sonnabend auch nicht viel mehr drin. Mercedes ist und bleibt nahezu unschlagbar. Weltmeister Lewis Hamilton fuhr im ersten Versuch des finalen Qualifyings neuen Streckenrekord und verbesserte den sogleich in seinem zweiten Versuch, obwohl er schon da allen anderen Fahrern enteilt war und mit seiner 90. Pole-Position einen weiteren Rekord von Michael Schumacher einstellte. Mithalten konnte nur Teamkollege Valtteri Bottas, der am Sonntag (15 Uhr, RTL) von Rang zwei startet.

Auch für Racing Point, nach den Protesten von Renault in Österreich auch als "Mercedes Pink" bekannt, war das Qualifying ein weiterer Erfolg. Teambesitzer-Sohn Lance Stroll rauschte auf Startplatz drei, Teamkollege Checo Pérez nimmt in der Startaufstellung neben ihm Platz.

Frust hingegen bei Red Bull. Bei "Mad Max" Verstappen reichte es am Ende nur für Startplatz sieben, Teamkollege Alex Albon schied gar nach dem zweiten Qualifying aus, er startet heute von Rang 13. Die zuletzt überraschend starken McLaren reihten sich auf den Rängen acht und neun ein.

Sebastian Vettel konnte das am Ende egal sein. Seit 2008 fuhr der 33 Jährige in Ungarn stets unter die Top fünf, nun auch in diesem so chaotischen Jahr. Nach all dem Ärger der vergangenen Wochen kann sich der Heppenheimer zumindest über diese Konstante freuen. "Natürlich ist es besser als die letzten beiden Wochenenden", sagte er. "Insgesamt ist es deutlich besser."