Sebastian Vettel hält sich bei virtuellen Rennen eher zurück. imago-images

Drei Wochen sind es seit der Chaos-Absage des Australien-GP und die Formel-1-Stars versuchen, sich trotz Corona-Zwangspause bis zum erhofften WM-Start am 14. Juni in Montreal fit zu halten. Nur Ferrari-Star Sebastian Vettel (32) fährt wieder mal aus der Reihe...

Ferrari-Konkurrent Charles Leclerc (22) fuhr mit fünf anderen F1-Kollegen jetzt doch in Melbourne – allerdings den virtuellen Australien-GP. Das SimRacing wird in Corona-Zeiten für Fahrer und Fans immer wichtiger. Nur einer verweigert sich dem Fortschritt: Vettel. Der Ferrari-Altmeister ist kein Freund der E-Mobilität und des E-Sports. Der Traditionalist verbringt seine Freizeit lieber im heimischen Garten mit Frau Hanna und den drei Kindern.

„Ich denke, wirklich wichtig ist, dass du glücklich bist, das ist der Schlüssel“, sagt Vettel, der sich als einer der ganz wenigen Sportstars weltweit auch allen Social-Media-Aktivitäten und Video-Interviews verweigert. Eine Ausnahme machte er allerdings zuletzt für Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (50), der ihn bat, per Videobotschaft aus dem heimischen Wohnzimmer Fragen der Fans zu beantworten. Da verriet Vettel, dass er die Zwangspause zum Basteln an seinen Motorrädern nutzt ...

Kaum Lust auf Gehaltsverzicht

In den zehn Wochen bis zum momentan erhofften WM-Start in Montreal will Vettel mit Binotto auch über einen neuen Vertrag verhandeln. Doch während von Sky Italia schon gestreut wurde, Ferrari wolle Vettel nur einen Jahresvertrag zu deutlich reduzierten Bezügen (Jahresgehalt derzeit 35 Mio. Euro) anbieten, kam auch das Thema Gehaltsverzicht auf. Die McLaren-Piloten Carlos Sainz jr. (25) und Lando Norris (20) gingen bereits mit gutem Beispiel voran und boten dem vom Coronavirus stark betroffenen Traditionsteam eine dreimonatige Gehaltskürzung an.

Mercedes will mit Weltmeister Lewis Hamilton (35) und Valtteri Bottas (30) über einen Gehaltsverzicht ebenso sprechen wie Binotto mit Vettel. Doch der als Sparfuchs bekannte Hesse dürfte nach der erneuten Indiskretion wenig Lust verspüren, ihm beim Vertragspoker entgegenzukommen. Für Vettel ist sein nächster Vertrag schließlich der letzte der Karriere. Seine Maxime lautet: „Wenn Geld dein Antrieb ist, kann dich das sehr weit bringen und sehr erfolgreich machen.“