Der Königs-Crash: Max Verstappen und Lewis Hamilton kollidieren beim Italien-GP in Monza.  Imago

Max Verstappen stapfte nach dem irren Crash von Monza zurück in die Garage, Lewis Hamilton kletterte ungläubig aus seinem demolierten Mercedes. Gestrandet im Kiesbett und mit einander verkeilten Autos endete für die Titelrivalen der GP von Italien vorzeitig. Lachender Dritter war Daniel Ricciardo, der McLaren nach neun Jahren den ersten GP-Sieg bescherte.

Durch den Königs-Crash in der 26. Runde und das Doppel-Aus behauptete Verstappen seine WM-Führung mit fünf Punkten Vorsprung auf Hamilton. Bei der heftigen Kollision blieben beide zum Glück unverletzt. Die Bilder waren spektakulär, als Verstappens Red Bull abhob und auf Hamiltons Mercedes landete. Ein Rad krachte dabei fast auf Hamiltons Kopf. Beide Autos rutschten neben die Strecke und blieben dort stecken.

Mercedes sieht Schuld bei Red Bull

„Du brauchst immer zwei Leute in einer Kurve, die zusammenarbeiten. Das hat er nicht gemacht“, klagte Verstappen später und sprach von einem „sehr schlechten Tag“. Mercedes-Teamchef Toto Wolff deutete indes ein „taktisches Foul“ des Holländers an. Hamilton: „Ich bin so hart gefahren, wie ich konnte. Das ist Rennsport, er wollte keinen Platz machen. Und er wusste, was dann passieren würde in Kurve zwei.“

Imago
Mick Schumacher fuhr lange vor seinem Haas-Teamkollegen Nikita Mazepin – bis es wieder krachte.

Vettel und Schumacher enttäuscht

Verstappens Boxenstopp ging schief, mehr als elf Sekunden brauchten die sonst so flinken Red-Bull-Mechaniker für den Reifenwechsel. Für gewöhnlich dauert dieses Manöver kaum mehr als zwei Sekunden. So fiel der Mad Max weit zurück. Als dann auch Hamilton neue Gummiwalzen holte und wieder aus der Boxengasse fuhr, lagen die beiden plötzlich direkt nebeneinander. Keiner wollte nachgeben, Verstappen rumpelte über die Randsteine und fand sich dann auf Hamiltons Mercedes wieder …

Ernüchtert verließ auch Sebastian Vettel den Königlichen Park. Als Zwölfter blieb der Aston-Martin-Fahrer erneut ohne Punkte. Mick Schumacher wurde schon wieder von seinem Haas-Kollegen Nikita Mazepin in eine Kollision verwickelt und beendete das Rennen auf Rang 15.

Unbändig war dagegen der Jubel bei McLaren, nachdem Lando Norris hinten Ricciardo auf Platz zwei fuhr. Ricciardo: „Gewinnen ist das eine, aber ein Doppelsieg ist ein Wahnsinn. Ich habe keine Worte dafür.“ 

Lesen Sie auch: Qualifying: Vettel nur Elfter - Bottas klaut Hamilton die Pole >>