Enttäuscht: Nico Schlotterbeck ist seinen gerade errungenen Stammplatz für mindestens ein Spiel wieder los. Foto: Imago/Matthias Koch

Wir müssen über die Dreierkette sprechen. Nicht, dass die Eisernen, trotz vier sieglosen Spielen in Folge, in der Defensive geschwommen wären. Aber trotzdem muss Urs Fischer wieder auf die altbewährte Viererkette umstellen. Der Grund: Die Position des dritten Innenverteidigers ist verflucht!

Erst war es Florian Hübner, der nach dem unsäglichen Schauspiel rund um die Partie gegen Bayer 04 Leverkusen (1:0) für zwei Spiele gesperrt wurde und sich zusätzlich noch von den selbsternannten „Experten“ der Republik anhören musste, er sei ein Rassist.

Nun traf es, nicht zum ersten Mal, Nico Schlotterbeck. Schlotti zwei war schon als Ersatzmann für den gesperrten Hübner bei der Niederlage gegen Augsburg (1:2) bei beiden Gegentoren nah dran am Geschehen - wenn auch nicht explizit Schuld - und musste nun in Mainz die Doppelstrafe über sich ergehen lassen: Den spielentscheidenden Elfmeter verschuldet und mit Gelb-Rot vom Platz geflogen.

Der eine oder andere wittert jetzt die Chance für Hübner, sich nach abgesessener Sperre wieder ins Team zu spielen, doch, sorry Hübi!, die Unioner müssen diesem vermaledeiten Fluch endlich ein Ende setzen. Gegen Schalke gibt es nur eine Lösung: Viererkette mit Friedrich und Knoche, den beiden Verteidigern, die in trauter Zweisamkeit stets am stärksten spielten. Das ist bitter für Schlotterbeck, bitter für Hübner - der sich schließlich auch noch um einen neuen Vertrag bewirbt - doch am Ende zählt der Mannschaftserfolg. Und der ist in den letzten Wochen, nicht panikerregend, aber doch ein wenig ins Stottern geraten.