Im Widerstand, wenn es bei der DFL um die Rückkehr der Fans in die Stadien geht. Foto: City-Press

Union ist gegen das von der Deutschen Fußball Liga vorgestellte Konzept zur Rückkehr der Fans in die Stadien. Das hat Klubpräsident Dirk Zingler noch einmal klargestellt. In einem Schreiben an die Fans der Eisernen betont er: "Es gehört zu unserem demokratischen Verständnis, dass wir die mehrheitliche Entscheidung der Vereine akzeptieren. Gleichzeitig ist es uns wichtig, dass alle Unioner wissen, was ihr Verein unternommen hat, um gemeinsam mit den anderen Vereinen und Kapitalgesellschaften in der DFL zu einem anderen Abstimmungsergebnis zu gelangen."

Die Unioner stimmten gegen die meisten Punkte zum weiteren Vorgehen in der Coronakrise mit Blick auf die Zuschauer. "Da wir mit dem Vorgehen grundsätzlich nicht einverstanden sind und zudem die Anträge zu Gästefans, Stehplätzen und Alkoholausschank für unausgewogen im Hinblick auf unsere allgemeine gesellschaftliche Verantwortung, aber auch auf unsere spezielle Verantwortung für Fußballanhänger halten, haben wir bei diesen drei Anträgen mit Nein gestimmt", schrieb der Club-Chef.

Ziel der Unioner war es, unter Vollauslastung in den Heimspielen in die neue Saison Mitte September zu starten. Zingler hob dabei in dem Schreiben auch noch mal das Stadionerlebnis hervor, "für das Stehplätze unverzichtbar sind und zu dem auch Gästefans gehören". Sie würden es als "Kern unseres Daseins als Unioner" betrachten. 18.395 der insgesamt 20.012 Plätze in der Alten Försterei sind Stehplätze.

Mehrheitlich einigten sich die 36 Vereine der Deutschen Fußball Liga darauf, dass bis 31. Oktober Stehplätze nicht erlaubt sind und Alkohol nicht ausgeschenkt werden darf. Bis Jahresende sollen Gäste-Fans nicht zugelassen werden. Ebenfalls bis Jahresende soll es personalisierte Online-Tickets geben, um die Nachverfolgung von Infektionsketten zu ermöglichen. Gegen den Ticket-Punkt stimmte Union nicht.

Wie Zingler erklärte, hatte er in einem Schreiben am Freitag vergangener Woche um die Position seines Clubs geworben. Auf sechs Seiten nahm Zingler zu jedem der vier Antragspunkte Stellung und erörterte die Position des Berliner Vereins. Adressaten waren alle anderen 35 Clubs.