Das dritte Aufeinandertreffen von Tyson Fury (l.) und Deontay Wilder fällt zunächst aus. AFP/Frederic J. Brown

Dieser K.o. war so nicht geplant! WBC-Schwergewichts-Weltmeister Tyson Fury (32) wurde positiv auf Corona getestet, der für den 24. Juli in Las Vegas geplante Mega-Fight gegen US-Haudrauf Deontay Wilder (35) soll nun erst am 9. Oktober steigen.

Der TV-Sender ESPN, der mit Fox die Pay-per-View-Rechte am Duell der Großschnauzen besitzt, vermeldete, dass Fury seine Quarantäne daheim in England verbringt. Es wäre das dritte Aufeinandertreffen von „Gypsy-King“ Fury und „Bronze-Bomber“ Wilder gewesen.

Skurrile Pressekonferenz

Zum Auftakt gab es 2018 ein umstrittenes Remis, obwohl Fury zweimal zu Boden ging. Teil zwei im Februar 2020 gewann er durch technischen K.o. in Runde 7, wollte dann im Vereinigungskampf mit Landsmann Anthony Joshua (Champ von WBA, IBF, WBO) richtig Kasse machen. Aber ein Gericht befand, dass Fury zuvor vertraglich verpflichtet sei, noch mal gegen Wilder zu boxen.

Entsprechend skurril ging’s dann Mitte Juni bei der offiziellen Pressekonferenz zum Kampf zu. Fury erschien halbnackt auf der Bühne, zeterte gleich gewohnt wortgewaltig los. Wilder konterte kurz, aber unfassbar geschmacklos: „Genug gesagt. Es ist Zeit, ihm seinen Kopf abzuschneiden. Am Kampftag wird Blut vergossen.“ Und setzte Kopfhörer auf.

Fury antwortete für seine Verhältnisse zahm: „Ich visiere einen schnellen Knock-out an und glaube nicht, dass er mental, physisch und emotional in diesen Kampf involviert ist.“ Beim abschließenden „Face-off“ starrten sich beide dann sechs Minuten beinahe regungslos in die Augen, dann schlich Wilder von der Bühne …