Nach zuletzt heftiger Kritik von seinem Boss, Haas-Teamchef Günter Steiner, erhält Formel-1-Pilot Mick Schumacher (23) in Silverstone Zuspruch.
Nach zuletzt heftiger Kritik von seinem Boss, Haas-Teamchef Günter Steiner, erhält Formel-1-Pilot Mick Schumacher (23) in Silverstone Zuspruch. Imago/PanoramiC

Zuletzt wurde wild spekuliert, ob die Formel-1-Karriere von Mick Schumacher (23) bereits zu Ende geht. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher (53) fährt in seiner zweiten Saison trotz deutlich verbessertem Auto weiter der Musik hinterher. Die Kritik wurde lauter und lauter, auch von Micks Boss Günter Steiner. Doch plötzlich und trotz Silverstone-Startplatz 19 schlägt der Haas-Teamchef ganz andere Töne an. 

„Er hat sich deutlich verbessert. Er muss jetzt einfach über diese Hürde der ersten Punkte kommen. Er weiß, dass er es kann“, sagte Haas-Rennleiter Steiner vor dem Grand Prix in Silverstone am Sonntag (16.00 Uhr/RTL und Sky).

Dass Mick Schumacher in England vor einer Mammut-Aufgabe steht, um von Startplatz 19 noch in die Punkte zu fahren, ist diesmal aber nicht seine Schuld.

Haas-Boss Steiner lobt Schumacher

Nach drei teils heftigen und vor allem teuren Crashs in dieser Saison, patzte nun bei der Qualifikation am Samstag offenbar sein Rennstall. „Ein kleiner Fehler, der extrem große Auswirkungen hat. Das Lenkrad hing recht weit nach links“, sagte Schumacher. So wurde sein Auto für ihn auf nasser Strecke nur schwer beherrschbar.

Es ist die nächste Schumacher-Enttäuschung. Dabei war Mick, der viele Experten im Regen an seinen Papa Michael erinnerte, zuletzt voller Hoffnungen auf die ersten Formel-1-Punkte in Kanada von Startplatz 6 ins Rennen gegangen. Doch in Montréal musste er seinen Boliden wegen eines Defekts früh im Rennen und in aussichtsreicher Position abstellen.

Mick Schumacher fährt um seine Formel-1-Zukunft

Nach teils heftiger Kritik und Gerüchten, Steiner wolle Schumacher bei Haas loswerden, springt der Italiener nun Mick bei: „Er muss nur etwas mehr Glück haben. Er hat in Montréal im Rennen gezeigt, dass er da ist. Er hat das Selbstbewusstsein.“ Steiner fordert deshalb: „Er muss jetzt einfach die Punkte holen, um zu beweisen, dass es machbar ist.“

Leicht wird das in Silverstone nicht. Gleichzeitig wird der Druck auf Schumacher immer größer, fährt er doch auch um seinen Zukunft in der Formel 1.  Micks Vertrag bei Haas endet nach dieser Saison. Für die Sommerpause im August werden erste Verhandlungen erwartet. Punkte würden Micks Position im Vertragspoker deutlich stärken.

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