Simon Geschke ist auf dem Weg nach Chatel les Portes du Soleil wild entschlossen, ins Bergtrikot zu fahren, und wird für seinen Einsatz belohnt.
Simon Geschke ist auf dem Weg nach Chatel les Portes du Soleil wild entschlossen, ins Bergtrikot zu fahren, und wird für seinen Einsatz belohnt. Foto: dpa/Thibault Camus

Am Ruhetag nach dem Coup ließ es Simon Geschke (36) locker angehen, saß nur eine Stunde auf dem Rad. Helm und Hose aber schon im Design des berühmten weißen Trikots mit den roten Punkten, dem des besten Bergfahrers im Feld. Das hatte der Berliner am Sonntag bei der 109. Tour de France als insgesamt erst achter Deutscher erobert.

Geschke, Sohn des ehemaligen Bahn-Sprintweltmeisters Jürgen „Tutti“ Geschke (79), hatte das Husarenstück sogar geplant: „Man kommt nicht immer in die Situation für ein Trikot bei der Tour. Ich habe schon im Bus gesagt, dass ich es unbedingt probieren will. Ich bin ein paar Tode gestorben bei der letzten Bergwertung, aber es hat sich gelohnt.“

Hund von Geschke trägt Bergtrikot

Allein schon, weil er so auch mal seine französische Bulldogge Jimi im Punkte-Trikot bewundern durfte: „Das Bild hat meine Schwiegermutter geschickt.“

Was er hat, das hat er. Denn Simon bleibt Realist: „Ich kann es auch schnell wieder verlieren, aber ich versuche, das Trikot so lange wie möglich zu behalten.“

Simon Geschke: Über 2000 m wird es hart

Simon Geschke freut sich diebisch über seinen Coup bei der Tour de France.
Simon Geschke freut sich diebisch über seinen Coup bei der Tour de France. Foto: Imago/Panoramic International

Heute auf dem Weg nach Megève sollte das klappen, dann kommen die schweren Alpenetappen. Geschke weiß: „Im Hochgebirge habe ich meine Grenzen, das muss man klar sagen. Gerade über 2000 Meter.“

Simon Geschke: Coronatest ist negativ

Hilfe von seinem Cofidis-Team ist angekündigt. Chef Alain Deloeuil: „Wir werden das Trikot leidenschaftlich verteidigen.“

Simon Geschke: Coronatest ist negativ

Auch ohne Kapitän Guillaume Martin, der wegen Corona schon aufgeben musste. Gestern erhielt Simon wie auch alle anderen Fahrer ein negatives Testergebnis: „Die Erleichterung war sehr groß. Ich habe im Bus neben Guillaume gesessen.“

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