Angelique Kerber feiert ihren Sieg im Viertelfinale. AFP/Glyn Kirk

Nur noch zwei Spiele vom erneuten Titelgewinn entfernt: Angelique Kerber steht nach einem souveränen Sieg (6:2, 6:3) über die Tschechin Karolina Muchova hochverdient im Halbfinale von Wimbledon. Ihre Gegnerin wird zwischen der Weltranglistenersten Ashleigh Barty und Ajla Tomljanovic (beide Australien) ermittelt.

Schon die beiden vorherigen Vergleiche mit Muchova hatte Kerber gewonnen, doch sie war gewarnt. Die Tschechin, in der Weltrangliste sechs Plätze vor der Kielerin stehend, hatte im Februar mit ihrem Halbfinaleinzug bei den Australian Open für Aufsehen gesorgt. Aber Kerber dominierte in ihrem elften Grand-Slam-Viertelfinale, dem fünften in Wimbledon, von Beginn an.

Angelique Kerber: Souverän trotz kleiner Fehler

Die frühere Nummer eins der Welt war vom ersten Ballwechsel an hochkonzentriert und agierte mit guter Körpersprache. Sie attackierte Muchova immer wieder auf der schwächeren Vorhand und schnappte sich sofort ein Break. Nach 34 Minuten gehörte Satz eins ihr.

Doch auf einmal schlichen sich bei Kerber leichte Fehler ein. Zu Beginn des zweiten Durchgangs wehrte sie noch drei Breakbälle nervenstark ab, in ihrem folgenden Aufschlagspiel konnte sie sich aus gleicher Bedrängnis nicht mehr befreien. Die Schwächephase dauerte aber nur kurz, mit ihren berüchtigten Kämpferqualitäten gelang Kerber sofort das Rebreak.

Die vielen vergebenen Chancen schienen bei Muchova Wirkung zu zeigen, und Kerber witterte ihre Chance. Eiskalt packte sie zum vorentscheidenden 4:2 zu, nach 1:15 Stunden machte sie den Halbfinaleinzug mit ihrem zweiten Matchball perfekt.