Will in Abu-Dhabi unbedingt seinen ersten WM-Titel einfahren: der fliegende Holländer Max Verstappen. Foto: AFP/Andrej Isakovic

Noch fünf Tage bis zum WM-Finale in Abu Dhabi (Sonntag, 14 Uhr, Sky). Die Titelrivalen Max Verstappen (24) und Lewis Hamilton (36) sind nach der Wüstenschlacht von Saudi-Arabien punktgleich. Doch der Red-Bull-Heißsporn führt die Rangliste mit 9:8-Siegen an und würde bei einem Ausfall beider Autos erstmals Weltmeister.

Aufgrund dieser Konstellation befürchten Experten wie Ralf Schumacher (46) ein schmutziges Finale mit einer provozierten Kollision. Rammt sich Verstappen zum Titel, falls Hamilton vor ihm fährt oder ihn überholen will?

Schumi II warnt vor Übermut

Schumi II kann es sich vorstellen. „Max hat einfach ein super Potenzial. Er sitzt im Moment nur leider im schlechteren Auto“, sagt der sechsfache GP-Sieger bei „Sport1“ über den 20-PS-Vorteil des Mercedes gegenüber dem Red Bull-Honda.

Dadurch war Hamilton schon in Dschidda schneller und Verstappen ließ sich zum Brems-Test hinreißen, wobei der Brite ihm drauffuhr. Nur dank eines Reflexes konnte er ausweichen und mit einem ramponierten Frontflügel zum Sieg fahren.

Ralf über solche „Mad Max“-Manöver: „Ich liebe das Risiko, das Verstappen eingeht. Max muss nur aufpassen, dass er es nicht übertreibt. Das wird bei ihm schon mal grenzwertig.“ Er bekam dafür ja auch von Fia-Rennleiter Michael Masi (42) eine Zehn-Sekunden-Strafe.

Hamilton teilt gerissen aus

Doch diesen Rambo-Stempel will Red-Bull-Teamchef Christian Horner (48) Verstappen nicht aufdrücken lassen. „So sind diese Jungs während ihrer gesamten Laufbahn gefahren und Lewis teilt genauso aus“, sagt er über Hamilton – mit einem Unterschied: „Es ist manchmal sehr gerissen, wie er das macht.“

Horner verspricht von seiner Seite: „Es war ein harter Kampf, das ganze Jahr hindurch. Es gab einige fantastische Rennen. Ich hoffe, es wird ein faires und sauberes Rennen in Abu Dhabi. Wir wollen den Titel auf der Strecke gewinnen, nicht in der Rennleitung oder im Kiesbett.“

Zu viele Warnschüsse

Die Frage ist nur: Hält sich „Mad Max“ auch dran? Aus Wut über dessen Brems-Test warf Mercedes-Teamchef Toto Wolff (49) am Kommandostand die Kopfhörer weg. Doch öffentlich befürchtet er keinen Rammstoß: „Ich glaube, es wird nicht eskalieren. Das waren jetzt so viele Warnschüsse für alle Beteiligten, dass es sauber abgehen wird und sauber abgehen muss. Es kann sich niemand leisten, mit einem Ergebnis dazustehen, das nicht auf der Strecke ausgefahren worden ist.“

Lesen Sie hier mehr über die Formel 1 >>