Lewis Hamilton war in seinem Mercedes-Boliden nicht Schnellster beim Qualifying am Nürburgring. Foto:  AFP

Showdown in der Grünen Hölle: Verliert Michael Schumacher (51) im ersten Großen Preis der Eifel (Sonntag, 14.10 Uhr, RTL & Sky) in seinem „Wohnzimmer“ Nürburgring seinen zweitwichtigsten Rekord? Oder vermasselt Lewis Hamilton (35) wieder seinen 91. Grand-Prix-Sieg ?

Es scheint fast so, als liege ein Schumi-Fluch auf Hamiltons 91. Sieg. Nach dem peinlichen Regel-Irrtum in Sotschi, wo er nach zwei Zeitstrafen nur Dritter wurde, ließ sich der Brite im Nürburgring-Qualifying die Pole Position von Mercedes-Edelhelfer Valtteri Bottas (31) abknöpfen.

Während der Fuck-you-Finne nach seinem Funk-Ausraster beim abgestaubten Sotschi-Sieg diesmal über seine dritte Saison-Pole jubelte („Das war die Runde, die ich gebraucht habe“), war Hamilton im Top-Ten-Qualifying langsamer als im 2. Drittel. Er haderte: „Ich bin mir sicher, dass ich hier und da noch ein Zehntel hätte rausholen können.“

Vom 2. Startplatz auf der dreckigen Seite muss Hamilton einen Raketenstart erwischen. Er weiß: „Das ist nicht die beste Position, um Valtteri zu überholen.“ Er muss eher auf Red-Bull-Heißdüse Max Verstappen (22) auf Rang drei achten.

All dies wird Mick Schumacher (21) gebannt verfolgen. Der Schumi-Sohn beobachtete nach seinem ins Wasser gefallenen Formel-1-Debüt am Freitag das Qualifying aus der Alfa-Romeo-Garage. Und was sagt er, sollte Hamilton doch den Rekord seines Vaters einstellen?

„Mein Vater hat immer gesagt: Rekorde sind dazu da, gebrochen zu werden. Und das ist glaube ich für jeden in diesem Sport das Ziel“, sagte Mick. Er würde es Hamilton gönnen: „Lewis steht nun kurz davor, weil er einen sehr, sehr guten Run hat. In unserer Familie sehen wir es auch von der guten Seite. Denn das ist natürlich gut für den Sport.“

Schlecht war dagegen die Leistung von Sebastian Vettel (33). Der letzte Nürburgring-Sieger (2013 im Red Bull) scheiterte vor seinem letzten Heimrennen im Ferrari zum siebten Mal am Top-Ten-Qualifying und startet wieder nur von seinem Stammplatz elf. Sein Ferrari-Feind Charles Leclerc (22) schaffte es dagegen locker auf Rang vier.

Vettel war erneut angefressen: „Ich habe viel Zeit im ersten Sektor verloren, was ich mir nicht erklären kann. Momentan ist schwer vorherzusagen, was im Rennen mit den Reifen noch drin ist. Ich rechne erstmal mit gar nichts.“