Renaud Lavillenie beim Istaf Indoor im Februar 2020. Foto: imago images/Tilo Wiedensohler

Köln - Wohl dem, der einen Garten hat. „Ausführung vorzüglich, alles unter Kontrolle“: Der ehemalige Stabhochsprung-Weltrekordler Renaud Lavillenie war mit sich sehr zufrieden. Auf seiner eigenen Anlage im Garten hatte der Franzose gerade im dritten Versuch 5,61 m übersprungen und kommentierte seinen Sprung vom vergangenen Samstag in einem Video auf Instagram voller Begeisterung selbst.

Lavillenie, Olympiasieger von 2012 in London, hat in der Coronakrise kurzerhand einen eigenen Wettkampf ins Leben gerufen, die „internationale Home-Challenge“. Und der nur 1,76 m große Spitzenathlet  -er ist der kleinste  Springer , der je die Sechs-Meter-Marke knackte - hält seine Fans in der an Sport armen Zeit natürlich über die sozialen Netzwerke auf dem Laufenden.

Lavillenie  siegte im Februat beim Istaf Indoor

Der dreifache Hallenweltmeister konnte als einziger Athlet von 2010 bis 2016 sieben Jahre hintereinander die Gesamtwertung der IAAF Diamond League gewinnen. Auch in Berlin ist er kein Unbekannter. Zusammen mit dem  Niederländer Rutger Koppelaar teilte er sich im Februar den Sieg bem Istaf Indoor.

Von seiner perönlichen Bestleistung war der 33-Jährige mit seiner Höhe natürlich deutlich entfernt. Seine Freiluftbestmarke sind immerhin 6,05 m. Da muss er im heimischen Garten alerdings noch ein bisschen üben, um diese 44 Zentimeter wettzumachen.

Mit 6,16 m in der Halle hielt der Olympia-Zweite von Rio 2016 zwischen 2014 und 2020 sogar sechs Jahre lang den Weltrekord, nachdem er 2014 Ausnahmekönner Sergej Bubka (Ukraine) um einen Zentimeter enttrohnt hatte.  Im Februar 2020  lief ihm der schwedische Shooting-Star Armand Duplantis (20) allerdings mit 6,18 m  den Rang ab.