Vor dem Hammer-Urteil kann Felix Sturm kaum in Deckung gehen. Foto: Imago Images/ Sven Simon

Das wäre ein knallharter K.o.-Schlag! Ex-Box-Weltmeister Felix Sturm (41) drohen drei Jahre und drei Monate Haft wegen Steuerhinterziehung und Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz.  

Dieses Hammer-Urteil beantragte die Kölner Staatsanwaltschaft, wie Sturms Anwalt Nils Kröber bestätigte. Der Steuerschaden soll sich auf eine Million Euro belaufen, zuvor war die Staatsanwaltschaft von 5,8 Mio. Euro ausgegangen. Kröber fordert maximal zwei Jahre auf Bewährung für seinen Mandanten. Das Urteil soll am Donnerstag gesprochen werden.

Wiederholungstäter 

Sturm war Anfang April 2019 festgenommen worden. Im Dezember kam der frühere Champ im Supermittelgewicht gegen eine Kaution von 300000 Euro und die Hinterlegung seines Reisepasses vorläufig frei. Sturm wäre Wiederholungstäter, da er bereits 2012 wegen Steuerhinterziehung in 16 Fällen zu 22 Monaten auf Bewährung verurteilt worden war.  Neben der Steuersache liegt gegen Sturm auch eine Anklage wegen Dopings vor. Er wurde nach dem Sieg im WM-Kampf gegen den Russen Fedor Schudinow im Februar 2016 positiv auf die anabole Substanz Hydroxy-Stanozolol getestet.

Sturm hatte seinen WBA-Titel im Supermittelgewicht im Oktober 2016 niedergelegt und seitdem nicht mehr im Ring gestanden. Sein Kampfrekord steht bei 40 Siegen, fünf Niederlagen und drei Unentschieden.