Wenn sich die Ferrari-Piloten Charles Leclerc (l.) und Carlos Sainz streiten, freut sich Formel-1-Weltmeister Max Verstappen im Red Bull.
Wenn sich die Ferrari-Piloten Charles Leclerc (l.) und Carlos Sainz streiten, freut sich Formel-1-Weltmeister Max Verstappen im Red Bull. Imago/Hochzwei

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte! Max Verstappen nutzt den Ferrari-Krieg zwischen Charles Leclerc und Carlos Sainz, fährt im Sprint-Rennen in Österreich einen Start-Ziel-Sieg ein, sammelt acht WM-Punkte und startet beim Hauptrennen (Sonntag, 15 Uhr, Sky) von der Poleposition.  

„Es war eng. Ferrari hat uns geholfen, weil sie sich selbst bekriegt haben. Wir nehmen das dankend entgegen“, freute sich Red-Bull-Boss Helmut Marko nach Verstappens letztlich souveränem Sieg mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Ferrari-Duell lässt Red Bull jubeln

Charles Leclerc (l.) biss sich an Max Verstappen beim Start die Zähne aus. Carlos Sainz (r.) im zweiten Ferrari nutze das Duell und zog an Leclerc vorbei. Zumindest kurzzeitig.
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Charles Leclerc (l.) biss sich an Max Verstappen beim Start die Zähne aus. Carlos Sainz (r.) im zweiten Ferrari nutze das Duell und zog an Leclerc vorbei. Zumindest kurzzeitig.

Denn eigentlich war der Weltmeister in den ersten Runde gewaltig unter Druck. Sainz hatte Ferrari-Kollege Leclerc überholt und war auch drauf und dran, sich Polesetter Verstappen zu schnappen. Doch weil Leclerc den Spanier im Ferrari-Duell immer wieder attackierte, fuhr Verstappen davon.

Nach dem Kurzrennen über 24 Runden herrschte Eiszeit zwischen den Scuderia-Fahrern. Leclerc und Sainz, Zweiter und Dritter, würdigten sich kaum eines Blickes, verfolgten Verstappens Sieger-Interview mit versteinerten Mienen. Dann gestand Sainz: „In den Zweikämpfen habe ich mir die Reifen überhitzt. Danach war nicht mehr viel drin.“

Schumacher schimpft über Haas-Kollegen Magnussen

Ferrari-Krieg in der Formel 1: Charles Leclerc (r.) und Carlos Sainz lieferten sich in Spielberg ein zu heißes Duell und ließen Red Bull jubeln.
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Ferrari-Krieg in der Formel 1: Charles Leclerc (r.) und Carlos Sainz lieferten sich in Spielberg ein zu heißes Duell und ließen Red Bull jubeln.

Ganz klar: Wenn Ferrari WM-Spitzenreiter Verstappen und Red Bull diese Saison noch ärgern will, muss das Team besser zusammenarbeiten.

Das gilt auch für Mick Schumacher, Kevin Magnussen und das Haas-Team: Schumi jr. war in Spielberg eindeutig schneller als der Däne. Vorbei am Kollegen ließ ihn sein Team nicht. „Das war unnötig. So haben wir Punkte verloren“, ärgerte sich Schumacher. Denn während Magnussen als Sechster zwei Punkte einfuhr, ging Mick als Neunter leer aus. Mit Teamwork wäre mehr drin gewesen.

Höchststrafe: Vettel von Verstappen überrundet

Dass er nach seinen ersten Formel-1-Zählern in der Vorwoche in Silverstone endlich in der Königsklasse angekommen ist, bewies Schumacher trotzdem: Über mehrere Runde lieferte er sich ein heißes Duell mit Mercedes-Pilot Lewis Hamilton. Mick: „Schön, dass wir den Speed hatten und mit Lewis mithalten konnten.“

Davon kann Sebastian Vettel im Aston Martin nur träumen. Der vierfache Weltmeister erlebte nach seiner Horror-Quali und einem eigentlich guten Start ein Debakel, wurde von Verstappen nach einer Kollision mit Williams-Fahrer Alex Albon überrundet und startet am Sonntag erneut als Letzter.

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