Lance Stroll und Sebastian Vettel posen mit ihrem neuen AMR22-Boliden. ASTON MARTIN

Hat Sebastian Vettel (34) jetzt endlich wieder die Lizenz zum Siegen? Der in seinem ersten Jahr bei der James-Bond-Marke Aston Martin sieglos gebliebene und auf den 12. WM-Rang abgestürzte Ex-Weltmeister bekommt von Teaminhaber Lawrence Stroll (62) nicht nur ein komplett neues Auto hingestellt, der Mode-Milliardär hat auch das Team umgekrempelt.

Neues Auto: Der AMR22 ist wie der einen Tag früher enthüllte Red Bull RB18 von Weltmeister Max Verstappen (24) noch ein Showcar und wird erst bei den Testfahrten in Barcelona (23. bis 25. Februar) seine technischen Finessen offenbaren. Nach dem gefloppten, weil im Vergleich zum „Pink Panther“ von Racing Point nur sporadisch verbesserten AMR21, hofft Vettel auf ein konkurrenzfähiges Sportgerät. Hybrid-Motor (1000 PS) und Antriebsstrang kommen wieder von Platzhirsch Mercedes.

Neue Chefs: Nach dem Abgang des langjährigen Teamchefs Otmar Szafnauer (57) leiten nun der frühere McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh (63) als Geschäftsführer und Ex-BMW-Sauber-Chefingenieur Mike Krack (49) als Teamchef die Geschicke. „Ich mochte Otmar immer“, zollt Vettel Szafnauer Respekt, freut sich aber auch auf Krack, den er aus lange vergangenen BMW-Tagen kennt. „Ich glaube, Mike ist großartig, und ich freue mich darauf, wieder mit ihm zu arbeiten. Alle, die mit ihm gearbeitet haben, schätzen ihn sehr.“ Dazu verpflichtete Stroll den früheren Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci (51) als Chef für Marken- und Geschäftsentwicklung. Der Italiener hinterließ 2014 bei der Scuderia nur einen bleibenden Eindruck als „der mit der Sonnenbrille“ und musste nach nur einer Saison gehen.

Bond-Girl weg: Die wichtigste Frau im Team, die irische Chefstrategin Bernadette Collins (35), hat Aston Martin verlassen. Sie war für die Boxentaktik von Vettel und Lance Stroll (23) verantwortlich, schickte Vettel aber oft auch in den Verkehr.

Einen Kosenamen hat 00-Vettel dem neuen Dienstwagen noch nicht gegeben. Der Heppenheimer verpasst ja traditionell seinen Boliden jedes Jahr einen Spitznamen. Sein Vorjahres-Aston-Martin in seiner ersten Saison 2021 bei den Briten hieß „Honey Ryder“! Eine Anspielung auf den allerersten von mittlerweile 25 Bond-Filmen aus dem Jahre 1962. Honey Ryder, verkörpert von der unsterblichen Ursula Andress, war in „James Bond jagt Dr. No“ das erste Bond Girl. Auch dieses Jahr wollte Vettel nicht ausschließen, dass er seinen Aston Martin wieder nach einem Bond-Girl nennt.

Und dann heißt es ab dem 20. März beim ersten Rennen der Saison in Bahrain: Und bringen Sie ihn heil zurück, James, äh Sebastian.

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