Am Saisonende 2020 saß Mick Schumacher in Abu Dhabi im offiziellen Training schon im Haas.   Foto: imago images/Motorsport Images

Saisonstart in Australien (21. März) wegen der Corona-Bestimmungen vor Ort verschoben, kaum Testfahrten, weniger Training im Auto an den Rennwochenenden, ein Rennkalender mit 23 Grand Prix – die Formel 1 im Jahr 2021 hat’s in sich. Erst recht für Debütanten wie Mick Schumacher (21).

Jetzt gilt’s speziell für Mick: Training, Training, Training. Januar und Februar sind die Monate, in denen die Fahrer die Grundlagen schaffen. Ausdauer, Kraft, Konzentration, Koordination. Der Sohn von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher (52) verspricht: „Ich werde perfekt vorbereitet in die Saison starten.“

23 Rennen – so viele wie noch nie – sind geplant und sollen es auch trotz der ersten Absagen und Verschiebungen durch Corona auch werden. Wer konditionell nicht top ist, bekommt Probleme.

Vor allem in zweiten Saisonhälfte, wenn es ab Ende September via Russland, Singapur, Japan, die USA, Mexiko, Brasilien, Australien nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate geht. Am 12. Dezember soll das Finale sein, für Schumis Sohn endet dann das erste Lehrjahr im Wagen des amerikanischen Teams Haas.

Renn-Debüt als 22-Jähriger

Durch die Verschiebung des Saisonstart hat Mick immerhin ein wenig mehr Zeit für den sich. Der Australien-GP war ursprünglich einen Tag vor seinem Geburtstag angesetzt. Nun debütiert er also bei einem Rennen in der Königsklasse sechs Tage später in Bahrain als 22-Jähriger.

An einem Ort, an dem der Papa 2010 sein viel beachtetes Comeback in der Formel 1 nach seinen sieben WM-Titeln bis Ende 2006 gegeben hatte. Mick: „Ich hätte mich natürlich sehr auf einen Saisonauftakt in Australien gefreut, aber so bleibt eben etwas mehr Zeit für die Vorbereitung.“

Und die besteht zum großen Teil aus Radfahren. Die Berge in der Schweizer Wahlheimat am Genfer See sind in Sichtweite. Zudem wird im Gym auf der Rolle trainiert. Ein besonderer Schwerpunkt dabei: die Nackenmuskulatur. Der Bereich des Körpers, der bei einem Formel-1-Piloten wohl am meisten belastet wird.

Managerin Sabine Kehm erklärt: „Das ist für Mick besonders wichtig, weil er von der Formel 2 kommt und dort zum Beispiel die Kurvengeschwindigkeiten oder auch die Bremsverzögerungen geringer waren.“

Testfahrten kurz vor der Saison 

Fürs Gefühl im Auto bleibt nur der Simulator. Erst zwei Wochen vorm GP in Bahrain sollen vor Ort die obligatorischen Testfahrten steigen. Mick versichert: „Alles ist absolut im Plan.“

Mit dem Team ist er in erster Linie per Video in Kontakt. Besuche sind derzeit schwer: Der Hauptsitz von Haas befindet sich in Kannapolis im US-Bundesstaat North Carolina, in England hat das Privatteam einen Standort in Banbury.