Nick Kyrgios hat eine schwere Zeit durchgemacht. dpa

Er ist eigentlich auf der Sonnenseite des Lebens. Nick Kyrgios (26) ist australischer Tennis-Star, gewann gerade das Australian-Open-Doppel. Doch sein Leben hat eine traurige Schattenseite. Kyrgios hatte Depressionen, dachte an Suizid und nahm Drogen. Jetzt beichtete er mutig all seine früheren psychischen Probleme auf seiner Instagram-Seite.

Dazu stellte Kyrgios ein Schock-Foto online, das ihn im Jahr 2019 bei den Australian Open mit Narben am Arm zeigt. „Das war ich vor drei Jahren bei den Australian Open“, schrieb Kyrgios. „Die meisten würden annehmen, dass es mir okay geht oder ich mein Leben genieße...“ Tatsächlich sei es aber „eine meiner dunkelsten Zeiten“ gewesen.

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Kyrgios ritzte sich Narben in den Arm

Die Narben an seinem Arm stammten demnach von Selbstverletzungen. „Ich hatte Suizid-Gedanken und habe im wahrsten Sinne des Wortes gekämpft, um aus dem Bett zu kommen, ganz zu schweigen davon, vor Millionen zu spielen“, schrieb der für seine Wut- und Gefühlsausbrüche auf dem Tennisplatz bekannte Kyrgios. In dieser Zeit habe er zu niemandem Vertrauen gehabt. „Ich war einsam, depressiv, negativ, missbrauchte Alkohol, Drogen, stieß Familie und Freunde von mir.“

Seine tiefe Depression sei dadurch entstanden, dass er sich nicht geöffnet und sich geweigert habe, „mich an meine Liebsten anzulehnen“, sagte Kyrgios. Nun sei er „stolz zu sagen, dass ich mich total verändert habe und eine komplett andere Sicht auf alles habe“.

Der Tennisprofi bietet anderen Hilfe an

Der Tennis-Star bot anderen Menschen in einer psychischen Krise seine Hilfe an. „Bitte fühl Dich nicht, als wärst Du allein, als könntest Du mit niemandem reden, ich bin hier, Du kannst Dich an mich wenden“, schrieb Kyrgios.

Vor dem Australier hatten schon eine Reihe anderer Sport-Stars ihre psychischen Probleme öffentlich gemacht. So nahm die Tennisspielerin Naomi Osaka vergangenes Jahr eine längere Auszeit und ließ die Öffentlichkeit wissen, dass sie an einer Depression gelitten habe.

HILFE BEI SUIZID-GEDANKEN

Ihre Gedanken hören nicht auf zu kreisen? Sie befinden sich in einer scheinbar ausweglosen Situation und spielen mit dem Gedanken, sich das Leben zu nehmen? Wenn Sie sich nicht im Familien- oder Freundeskreis Hilfe suchen können oder möchten – hier finden Sie anonyme Beratungs- und Seelsorgeangebote: Telefonseelsorge: Unter 0800 – 111 0 111 oder 0800 – 111 0 222 erreichen Sie rund um die Uhr Mitarbeiter, mit denen Sie Ihre Sorgen und Ängste teilen können. Auch ein Gespräch via Chat ist möglich. telefonseelsorge.de Kinder- und Jugendtelefon: Das Angebot des Vereins „Nummer gegen Kummer“ richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die in einer schwierigen Situation stecken. Erreichbar montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter 11 6 111 oder 0800 – 111 0 333. Am Samstag nehmen die jungen Berater des Teams „Jugendliche beraten Jugendliche“ die Gespräche an. nummergegenkummer.de Muslimisches Seelsorge-Telefon: Die Mitarbeiter von MuTeS sind 24 Stunden unter 030 – 44 35 09 821 zu erreichen. Ein Teil von ihnen spricht auch türkisch. mutes.de Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Eine Übersicht aller telefonischer, regionaler, Online- und Mail-Beratungsangebote in Deutschland gibt es unter suizidprophylaxe.de

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