Immerhin, Kontakt hatten sie in Bahrain, um einen Vertrag ging es da aber nicht: Ferrari-Teamchef Mattia Binotto und Mick Schumacher. Foto: Imago/Motorsport Images

Der Traum von Ferrari dürfte sich für Mick Schumacher (22) erst später erfüllen, als er erhofft hat. Denn der am Saisonende auslaufende Vertrag von Carlos Sainz (27) wird aufgrund seiner guten Leistungen in seiner Debütsaison und Platz zwei im WM-Auftakt in Bahrain von der Scuderia vorzeitig verlängert – wohl um zwei weitere Jahre.

Der neue Kontrakt mit dem Spanier sei „ziemlich kurz vor dem Abschluss“, verriet Teamchef Mattia Binotto (52). Mick hat bei Ferrari-Kunde Haas zunächst nur für die laufende Saison verlängert und gehofft, Sainz im kommenden Jahr beerben zu können.

Mick Schumacher lobt Kevin Magnussen

Aber Binotto hat wohl erkannt, dass der Sohn von Michael Schumacher (53) noch Zeit benötigt und der erfahrene Sainz als Unterstützer für Speerspitze Charles Leclerc (24) die bessere Option ist.

Mick muss sich bei Haas ja auch zunächst mal gegen seinen Teamkollegen Kevin Magnussen (29) behaupten, der in Bahrain mit Platz fünf das beste Ergebnis für den US-Rennstall seit 2020 einfuhr. Schumacher selbst verpasste als Elfter die Punkte durch seine schlechte Quali (12.) und den von Esteban Ocon (25) verschuldeten Start-Dreher.

Erwartungen an Mick Schumacher steigen

„Ich glaube schon, dass wir mehr Geschwindigkeit gehabt hätten“, sagte Mick, was angesichts der Magnussen-Leistung auf der Hand liegt. Mick erkannte neidlos an: „Er hat einen riesigen Job gemacht. Ich bin sehr froh für das Team über die Punkte.“

Für Schumacher ändert sich damit zu Beginn seines zweiten Formel-1-Jahres vieles. Mit der Qualität des Autos steigen die Erwartungen, die Leistungen werden härter beurteilt. Und im anderen Haas sitzt nun jemand, neben dem er schlecht aussehen kann. Das ist neu, den Russen Nikita Masepin hatte er in der vergangenen Saison stets im Griff.

Steiner und Haas geben Schumacher Zeit

Stark, aber noch nicht am Limit: Mick Schumacher wurde beim Formel-1-Auftakt in Bahrain im Haas Elfter. Foto: Imago

Dennoch: Mick Schumacher will irgendwann ganz nach oben in der Formel 1. Wie schwierig allerdings so ein Aufstieg ist, wurde nun schon auf den ersten Metern klar - und der Teamchef wundert sich nicht. „Je höher du kommst, desto dünner wird die Luft“, sagte Günther Steiner in Bahrain: „So ist das Leben.“

Dass Magnussen, der mehr als 100 Grands Prix bestritten hat, derzeit die Nase vorn im Haas-Duell hat, ist für Steiner kein Grund zur Sorge. Schumacher müsse sich an die neue Situation „gewöhnen“, sagte Steiner, „aber er wird sich daran gewöhnen. Er wird das aufholen.“

Schon am kommenden Wochenende gebe es in Saudi-Arabien die nächste Chance auf Punkte.

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