Maximilian Schachmann muss sich im Ziel erst mal ausruhen. imago-images

Im Zielbereich ging nix mehr! Was aussah wie sonst nach einem bösen Sturz, war ein Bild des Glücks nach unglaubliche Qualen. Völlig entkräftet streckte Maximilian Schachmann (26) im Zielbereich alle Viere von sich – als Sieger der Rad-Fernfahrt Paris-Nizza.

Der Berliner konnte den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere kaum in Worte fassen: „Es war sehr, sehr hart, ein sehr schweres Finale. Ich bin durch die Hölle gegangen“, stöhnte Schachmann, der in der spannenden siebten und letzten Etappe bis zum Zielstrich ums Gelbe Trikot kämpfen musste. Schachmann glücklich: „Ich habe immer davon geträumt bei den Rundfahrten eine wichtige Rolle spielen zu können. Jetzt habe ich es geschafft.“

Am Ende verteidigte der deutsche Meister vom Team Bora-hansgrohe seine 18 Sekunden Vorsprung vom Etappenstart auf Tiesj Benoot. Der Belgier hatte kurz vor Schluss noch mal eine Attacke aufs Gelbe Trikot gestartet – letztlich ohne Erfolg. Als zuvor letzter Deutscher hatte 2011 Tony Martin (Cottbus) das prestigeträchtige „Rennen zur Sonne“ gewonnen.

Den Tagessieg nach 166,5 km bei der Bergankunft in Valdeblore holte Kolumbiens Kletter-Spezi Nairo Quintana, Schachmann kam nur 58 Sekunden später in einer Verfolgergruppe als Sechster ins Ziel. Das reichte. In tristen Coronakrisen-Zeiten ist Schachi wohl für lange Zeit der letzte strahlende Sieger.