Julian Alaphilippe ist das Gelbe Trikot los. Foto: AFP

Riesenschock für Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe: Der Superstar bekam nach der fünften Etappe der 107. Tour de France von der Jury eine Zeitstrafe aufgebrummt und verlor damit sein Gelbes Trikot an den Briten Adam Yates. Alaphilippe hatte verbotenerweise 17 Kilometer vor dem Ziel eine Getränkeflasche von seinem Team angenommen. Die Jury kannte kein Pardon: 20 Sekunden Zeitabzug, womit der Brite Adam Yates das Gelbe Trikot übernahm.

Da rückte der Etappensieg des Belgiers Wout van Aert ganz in den Hintergrund. Nur einen Tag nach dem Coup von Primoz Roglic schlug damit ein weiterer Teamkollege von Tony Martin zu und bescherte der überragenden Jumbo-Visma-Mannschaft den nächsten Etappensieg. Van Aert holte sich am Mittwoch auf dem fünften Teilstück nach 183 Kilometern von Gap nach Privas den Sieg vor dem Niederländer Cees Bol und dem Iren Sam Bennett. Damit bewahrheitet sich immer mehr, dass Martins niederländische Mannschaft die Vormachtstellung im Radsport übernommen hat.

Doch so richtig hektisch wurde es erst nach dem Zieleinlauf, als plötzlich Yates als Gesamtführender aufgelistet wurde. „Das ist nicht die Art und Weise, wie ich das Trikot holen wollte. Das will niemand“, sagte Yates. Deutschlands Hoffnungsträger Buchmann, der wie die Top-Favoriten Primoz Roglic (Slowenien) und Egan Bernal (Kolumbien) im Hauptfeld das Ziel erreichte, liegt nun 22 Sekunden hinter Yates.

Der Tagessieg ging aber an van Aert, der seit dem Neubeginn Anfang August einen Super-Lauf hat. Fünf Siege, darunter den Klassiker Mailand-Sanremo und das Schotterrennen Strade Bianche hat van Aert bereits geholt. „Das war die einfachste Etappe, die ich gefahren bin, aber das Finish war hart“, sagte van Aert, nachdem es lange Zeit ein Stillhalteabkommen im Feld gegeben hatte.