Grüßt in Spielberg von der Pole und könnte sich im WM-Kampf absetzen: Max Verstappen dpa/Christian Bruna

Die Oranje-Welle schwappt über den Red-Bull-Ring. Vor zehntausenden Niederländen raste Max Verstappen (23) auf die Poleposition des Österreich-GP (Sonntag, 15 Uhr, Sky). Der „fliegende Holländer“ startet vor McLaren-Jungstar Lando Norris (21) und Teamkollege Sergio Perez (31). Das Mercedes-Duo Lewis Hamilton (36) und Valtteri Bottas (31) startet nur von vier und fünf. Mit seinem dritten Sieg innerhalb von 15 Tagen könnte Verstappen seinen 18-Punkte-Vorsprung auf Hamilton deutlich ausbauen.

Max Verstappen grüßt wieder von der Poleposition

Die roten Bullen rasen den Schwarzpfeilen endgültig davon und dürften die seit 2014 haltende Titel-Serie von Mercedes beenden. Denn Verstappen hatte sogar noch Luft nach oben. „Ich denke, Q3 war ziemlich schlecht“, haderte „Mad Max“ mit seiner Runde. „Aber jetzt zweimal in Folge hier auf der Pole zu stehen, ist natürlich sehr gut. Ich hoffe, wir können auch den zweiten Heimsieg einfahren. Aber es ist niemals einfach.“ Doch Hamilton schwenkte schon die weiße Flagge. „Uns fehlt einfach ein bisschen Geschwindigkeit. Wir müssen mehr Leistung finden für die nächsten Rennen“, forderte der siebenmalige Champion und ergänzte: „Das könnte ein einfacher Sieg für Max werden.“

Oranje boven, Deutschland geht unter! Unter den Augen von Fußball-Nationalspieler Timo Werner (25), der sich vom bitteren EM-Aus gegen England beim PS-Spektakel ablenken wollte, mussten auch die heimischen Piloten herbe Niederlagen einstecken. Sebastian Vettel qualifizierte sich an seinem 34. Geburtstag zwar auf Platz acht. Doch wegen einer Behinderung von Alpine-Altstar Fernando Alonso (39) Doch wegen einer Behinderung von Alpine-Altstar Fernando Alonso (39) wurde er um drei Plätze auf Rang elf strafversetzt.

Sebastian Vettel (r.) behinderte im Qualifying Fernando Alonso.  AFP/Andrej Isakovic

Sebastian Vettel behindert Fernando Alonso, jetzt droht eine Strafe

Alonso, der durch die Vettel-Aktion auf Rang 14 strandete, war stinksauer. „Wir haben damit die Gelegenheit für Platz fünf verpasst. Das ist schlecht gemanagt worden“, schimpfte er über Vettel und dessen Aston-Martin-Team. „Wir haben über diese Situation im Briefing mit den anderen Fahrern gesprochen, das sollte hart bestraft werden.“ Vettel war sich keiner Schuld bewusst: „Ich kann in der Situation nicht so viel machen. Ich kann mich nicht in Luft auflösen.“ Er beschuldigte Bottas und seinen Ferrari-Nachfolger Carlos Sainz (26), vor ihm unnötig verlangsamt zu haben.

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Mick Schumacher (22) scheiterte erneut beim Versuch, ins zweite Quali-Drittel vorzudringen und startet lediglich vor Haas-Intimfeind Nikita Mazepin (22) nur auf Rang 19. „Da ging nicht viel mehr“, haderte Mick mit der Pace. „Unser Fokus liegt aber mehr auf dem Rennen, hoffentlich können wir da etwas Boden gut machen. Die Bedingungen sollen etwas kühler werden, das sollte uns zugutekommen.“