Red-Bull-Teamchef Christian Horner sorgt sich um kleine Mitbewerber. Foto: Eibner/Imago Images

London - Geisterrennen, zwei Grand Prix an einem Wochenende, eine Saison notfalls bis in den Januar – kaum ein Tag ohne neue Ideen, wie die Formel 1 in Corona-Zeiten die Kurve kriegen könnte. Aber wie woanders auch geht es nicht nur um das sportliche Überleben in der Virus-Krise, sondern auch in der Königsklasse des Motorsports um das finanzielle.

Mercedes, Ferrari, Red Bull – die großen Teams mit den dicken Budgets werden über die Runden kommen. Ernster ist es für die kleinen Rennställe, denen steht das Wasser schon bis zum Hals. Und wie Bayern, Dortmund, Leipzig & Co. beim Fußball nicht so gut betuchte Klubs für einen ordentlichen Wettbewerb brauchen, sind auch die PS-Protze auf ihre Mitfahrer angewiesen.

Christian Horner schlägt Alarm

Deshalb schlägt jetzt Christian Horner (46) Alarm. Der Red-Bull-Teamchef sieht Liberty Media, den Rechte-Inhaber der Formel 1, in der Pflicht: „Es ist ihr Geschäft, sie müssen entscheiden, wie sie diese Teams am Leben halten, weil sie Teams brauchen, um Rennen zu fahren. Sie müssen alles tun, um sicherzustellen, dass im nächsten Jahr zehn Teams am Start stehen und miteinander konkurrieren.“ Heißt auch: Finanzspritzen für die Rennställe oder Kundenautos, um Geld für Forschung und Entwicklung zu sparen. Horner: „Wir müssen quer denken und uns nicht nur immer über Zahlen streiten.“