Selbst auf drei Reifen nicht zu schlagen: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton gewinnt in Silverstone mit defektem linken Vorderrad.  Foto: AP

Weltmeister mit drittem Sieg in Serie. Hülkenberg durfte nach Motor-Defekt nicht mitfahren

Dramen ohne Ende im Home of British Racing. Erst durfte Nico Hülkenberg (32) wegen eines defekten Mercedes-Motors im Racing Point nicht sein Formel-1-Comeback starten. Dann platzten bei den Silberpfeilen die Reifen.

Lewis Hamilton (35) und Valtteri Bottas (30) fuhren einem sicheren Doppelsieg entgegen. Dann der Schock zwei Runden vor Schluss: Bei Bottas platzte der linke Vorderreifen und er verlor den sicheren zweiten Platz an Max Verstappen (22). In der Schlussrunde ereilte Hamilton das gleiche Schicksal. Doch weil der Holländer für den Angriff auf die schnellste Rennrunde noch mal zum Reifenwechsel gefahren war, rumpelte der Weltmeister im Dreirad-Mercedes als Sieger ins Ziel.

Dritter Sieg in Serie und insgesamt siebter Silverstone-Sieg für den Briten. Damit baut er seine WM-Führung vor Bottas, der hinter Sebastian Vettel (33) nur Elfter wurde, auf 25 Punkte aus. Charles Leclerc (22, Ferrari) erbte den dritten Platz.

Hülkenberg ereilte der Schock schon vorm Start. „Es ist sehr, sehr kurios und natürlich bitter. Das hatten wir uns anders vorgestellt“, sagte der Emmericher, der bei Racing Point den positiv auf das Coronavirus getesteten Mexikaner Sergio Perez (30) ersetzen sollte.

Weder Teamchef Otmar Szafnauer (55) noch Mercedes-Teamchef Toto Wolff (48) kannten bisher den Grund für den Motor-Defekt. Immerhin machte ihm Szafnauer Hoffnung aufs zweite Silverstone-Rennen „70 Jahre Formel 1“ (9. August): „Höchstwahrscheinlich wird er das nächste Rennen bestreiten. Das ist aber noch nicht zu 100 Prozent sicher.“