Die Berlin Thunder sind seit diesem Jahr wieder da: Im Jahnsportpark steigt am Sonntag das letzte Heimspiel gegen Barcelona. City-Press

Noch einmal wird es richtig krachen, dann ist die Premieren-Saison der European Football League (EFL) für die Berlin Thunder vorbei. Im letzten Heimspiel duellieren sich Berlins Footballer mit den Barcelona Dragons (Sonntag, 13 Uhr). Die Play-offs sind zwar nur noch rechnerisch möglich. Dafür haben die Thunder in Zukunft viel vor: Bald soll es doller donnern! 

„Die Stimmung und Unterstützung der Fans ist ganz große Klasse, vor allem nach unserem Umzug in die alte Thunder-Heimat, den Jahnsportpark“, freut sich Thunder-Manager Heiko von Glahn über das gelungene Comeback nach 13 Jahren.

Thunder am erfolgreichsten im Jahnsportpark

Im Prenzlauer Berg hatten die Thunder in der NFL-Europe von 1999 bis 2003 ihre erfolgreichste Zeit, bevor es ins Olympiastadion ging. 2007 wurden die Thunder dann gemeinsam mit der gesamten Liga aufgelöst.

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Den neuen Anlauf als Konkurrenz zur German Football League, in der unter anderem die Berlin Rebels und die Postdam Royals spielen, rief Deutschlands wohl bekanntestes Football-Gesicht Patrick Esume dieses Jahr ins Leben. Auch bei Thunder sind namhafte Größen dabei – und nach Ex-Kicker Axel Kruse ist auch wieder ein Herthaner an Bord: Ex-Nationalspieler Marco Rehmer ist genauso Gesellschafter der neuen Franchise wie der Ex-Chef von ProSiebenSat.1 Media, Thomas Ebeling, sowie Berlins Konzertveranstalter Ronny Boldt und der Münchner Unternehmer Levon Melikian.

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Viel Action gab es beim vergangenen Heimspiel der Berlin Thunder gegen die Hamburg Sea Devils.

Dank der Zugpferde ist mit ProSieben Maxx direkt ein TV-Sender am Start, der die Spiele live im Fernsehen oder Internet zeigt. 

Party und Action ab 11 Uhr

Bisher sind acht Teams (sechs aus Deutschland, je eins aus Spanien und Polen) dabei. Im Vergleich zu früher gibt es in der neuen Liga weniger US-Spieler und dafür mehr Lokalkolorit mit deutschen Spielern, die bei Thunder vornehmlich aus Berlin und Brandenburg kommen. Nur die vier besten erreichen die Play-offs. Für die Thunder wird es nach einem Sieg aus sieben Spielen selbst mit einem Triumph gegen die Dragons nicht mehr reichen.

dpa
Party und Grillen in Prenzlauer Berg: Ex-NFL-Profi Björn Werner (l). und EFL-Commissioner Patrick Esume.  

Den Fans und allen Neugierigen verspricht Thunder-Manager von Glahn trotzdem: „Sportlich werden wir wieder alles geben und uns für diese Saison gebührend von den Thunder-Fans verabschieden, bevor wir die beiden letzten Saisonspiele auswärts bestreiten.“

Geboten bekommen die Zuschauer (Kinder ab 5 Euro, Erwachsene ab 15 Euro) einiges: Bereits um 11 Uhr öffnet der Jahnsportpark zur Power Party und Barbecue mit Ex-NFL-Star Björn Werner seine Tore. Im Spiel selbst dürfen sich die Fans dann auf krachende Tacklings, spektakuläre Würfe und eindrucksvolle Fänge freuen.

Wenn es nach den Machern geht, soll das letzte Heimspiel aber nur ein Vorgeschmack auf die nächste Saison sein. Die Liga plant kräftig zu wachsen – dann soll es auch bei Thunder und in Berlin doller donnern. Von Glahn: „Die Verhandlungen laufen auf Hochtouren.“

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