Vater und Sohn: Jos und Max Verstappen fiebern der finalen Wüstenschlacht in der Formel 1 gegen Lewis Hamilton entgegen. Imago

Rüpel-Attacke vor der finalen Wüstenschlacht. Max Verstappen (24) bekommt für das WM-Duell mit Lewis Hamilton (36) in Abu Dhabi (Sonntag, 14 Uhr, Sky) Rückendeckung von Vater Jos (49). Der frühere Benetton-Teamkollege von Michael Schumacher (52) ist im Zweikampf auf und neben der Piste selbst kein Kind von Traurigkeit und gießt im Psychokrieg mit Mercedes fleißig Öl ins Feuer.

Verstappen gegen Hamilton – das endete schon dreimal in dieser Saison mit Kleinholz. Nach den Crashs in Silverstone (Hamilton schoss Verstappen ab) und Monza (beide fielen aus) eskalierte ihr Duell bei der „Schlägerei“ („Marca“) in Jeddah in Max’ Brems-Test, für den er mit einer Zehn-Sekunden-Strafe belegt wurde.

Verstapppen gegen Hamilton: Volle Attacke!

Weil der Red-Bull-Heißsporn bei Punktgleichheit mit 9:8-Rennsiegen führt, befürchten Experten wie Ralf Schumacher (46) ein finales Foul an Hamilton, um sich erstmals zum Weltmeister zu krönen.

Beim Gedanken daran muss Jos Verstappen schmunzeln. Er lehrte seinen Sohn schon seit Kindestagen, wie man auf der Strecke seine Ellenbogen ausfährt. Zur Not auch mal mit einem Schlag auf den Helm, wenn er im Rennen nicht erfolgreich war. Für das Raubein gilt die Marschroute, die auch Hamiltons „Silberfeind“ Nico Rosberg (36) empfahl: „Volle Attacke!“

„Max will ganz bestimmt gewinnen“, sagt Verstappen in der englischen „Daily Mail“ und prophezeit: „Er wird alles versuchen, um den Sieg zu holen – egal wie. Es wird aufregend.“

Papa Verstappen schießt gegen Mercedes-Boss

Doch bevor es in Abu Dhabi zur Sache geht, hat „Jos the Boss“ noch ein Hühnchen mit Mercedes-Teamchef Toto Wolff (49) zu rupfen. Der hatte in der Vergangenheit oft versucht, Max als Hamilton-Nachfolger zu verpflichten, doch nach einem Vorfall in Silverstone ist das Tischtuch zerschnitten.

„Mir gefällt nicht, wie er sich seit Silverstone verhalten hat“, keilt Verstappen gegen Wolff. „Max lag im Krankenhaus, und die haben auf dem Podium gejubelt, als wären sie gerade Weltmeister geworden. Da habe ich einen anderen Wolff kennengelernt. Er hat keinerlei Kontakt aufgenommen, keine Nachricht geschickt, nichts. Jetzt braucht er uns nicht mehr anrufen. Max hat einen Vertrag bis Ende 2023. Ich hoffe, dass er bis zum Ende seiner Karriere bei Red Bull bleiben kann. Er ist glücklich in diesem Umfeld.“ Aber natürlich nur, wenn er am Sonntag auch endlich Weltmeister wird.

Lesen Sie hier mehr über die Formel 1 >>