Malaika Jamanka, Berlins Zweierbob-Olympiasiegerin von 2018, kann trotz EM-Titel dem Monobob nicht viel abgewinnen. dpa/Michael Kappeler

Wettkampf im Eiskanal von Peking und Deutschland holt kein Gold (wie viermal im Rodeln, zweimal beim Skeleton). Nicht mal eine Medaille. Was war los beim Olympia-Debüt im Monobob?

Jamanka lobt Entwicklung

Bei Laura Nolte (23) kullerten Tränen, im letzten Lauf hatte die Winterbergerin noch Bronze versemmelt. Berlins Europameisterin Malaika Jamanka (31) war schon nach Tag eins (Platz 17) chancenlos, landete am Ende auf Rang 13.

Ursachenforschung. Es gab kaum Vorlaufzeit, erste Wettkämpfe vor zwei Jahren, im Olympia-Winter erstmals auch Weltcups. Jamanka: „Normalerweise ist die Vorbereitungszeit auf ein olympisches Event länger als zwei Jahre inklusive Olympia-Saison. Aber wir haben eine enorme Entwicklung hingelegt.“

Jamanka: Kein Team, kein richtiger Spaß

Es reichte trotzdem nicht gegen Gold-Pilotin Kaillie Humphries, Elana Meyers Taylor (beide USA) und Christine de Bruin (Kanada). Bundestrainer René Spies: „Am Ende sind genau die drei vorne, die am meisten Erfahrung haben.“

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Zudem ist der neue Wettbewerb eher unbeliebt, Jamanka säße wie die meisten Kolleginnen lieber im Vierer, vermisst das im Bob so wichtige Teamgefühl. Zusammen macht’s einfach mehr Spaß. Jamanka bissig: „Meine Anschieberinnen hatten eine schöne Woche, sie haben mir den Schlitten geschleppt, die Kufen poliert und hatten nichts vom Wettkampf.“

Mit FES-Bob auf Gold-Jagd

Nicht nur, weil sie Titelverteidigerin ist, setzt die Neuköllnerin jetzt auf den Zweier: „Ich hoffe, dass ich es da konstant hinbekomme.“ Die Läufe drei und vier geben Auftrieb.

Das wohl größte Plus bei der Rückkehr in die Erfolgsspur: Jamanka fährt da nicht wie im Mono einen Weltverbands-Einheitsbob, sondern ihren in der Oberschöneweider Gold-Grube FES entwickelten Schlitten.

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