Marco Odermatt holte sich die Goldmedialle im Riesenslalom bei den Olympischen Spielen. Imago/Daniel Goetzhaber

Ski alpin, 6.45 Uhr (2. Durchgang), Riesenslalom/Herren

Das war mal wieder kein Tag für die deutschen Alpin-Skifahrer. Die deutsche Medaillen-Hoffnung Alexander Schmid schied im ersten Durchgang des olympischen Riesenslaloms bereits aus. Nach 20 Rennsekunden fädelte er (mit Bestzeit) bei schwierigen Sichtverhältnissen ein. Auch Linus Straßer, dessen Lieblingsdisziplin der Slalom ist, schied im ersten Durchgang aus.

Der zweite Durchgang wurde dann um mehr als eine Stunde verschoben, um abzuwarten, ob sich die Sichtverhältnisse verbessern - und tatsächlich wurde es etwas besser. Den Sieg holte sich der österreichische Favorit Marco Odermatt vor dem Slowenen Zan Kranjec und Mathieu Faivre aus Frankreich. Einziger Deutscher im zweiten Durchgang war Julian Rauchfuß auf Platz 20.

Skilanglauf, 8 Uhr, Staffel 4 x 10 km/Herren

Am Sonnabend schafften die deutschen Damen in der Staffel die Sensation: Silber! Diesen Coup konnten Janosch Brugger, Friedrich Moch, Florian Notz und Lucas Bögl jedoch nicht wiederholen. Wie bereits am Vortag gewann das Team der Athleten aus Russland. Platz zwei ging nach einem Kampf auf der letzten Runde an Norwegen. Die französische Staffel sicherte sich Bronze.

Die deutschen Langläufer landeten letztendlich mit einem deutlichen Rückstand von fast drei Minuten auf dem 5. Platz. Ohnehin wurden sie nicht so stark eingeschätzt, wie die deutschen Frauen. Das Ziel – ein Platz unter den ersten sechs – hatte sich das Team aber erfüllt.

Biathlon, 10 Uhr, 10 km-Verfolgung/Damen

Der goldene Glanz des Einzel-Triumphs von Denise Herrmann wird nach der nächsten mäßigen Olympia-Vorstellung der deutschen Biathletinnen immer schwächer. Auch im Verfolgungsrennen schaffte es am Sonntag keine der Deutschen unter die besten Zehn. Vanessa Voigt sorgte in Zhangjiakou als Zwölfte noch für die beste Platzierung.

Die Olympia-Debütantin hatte im Ziel 2:48,4 Minuten Rückstand auf Siegerin Marte Olsbu Röiseland. Die Norwegerin holte ihr drittes Gold. Silber sicherte sich wie im Sprint mit 1:36,5 Minuten Rückstand die Schwedin Elvira Öberg. Bronze ging 12,2 Sekunden dahinter an Weltmeisterin Tiril Eckhoff aus Norwegen.

Die vor Olympia lange zum Zuschauen verurteilte Franziska Preuß schaffte als 15. ihr bisher bestes Ergebnis. Herrmann kam nach drei Patzern mit 3:20,7 Minuten Rückstand auf Rang 17, Vanessa Hinz belegte Platz 21 - obwohl sie nur einmal bei 20 Versuchen daneben schoss, betrug der Rückstand auf die auch läuferisch viel bessere Röiseland 3:34,1 Minuten.

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Biathlon, 11.45 Uhr Uhr, 12,5 km-Verfolgung/Herren

Die deutschen Biathlon-Männer müssen bei den Olympischen Winterspielen weiter auf die erste Medaille warten. In der Verfolgung über 12,5 km kam der von Rang 17 gestartete Roman Rees als bester Deutscher auf Platz sechs ins Ziel. Auf Bronze fehlten dem 28-Jährigen aber fast zwei Minuten, der Rückstand auf den fehlerfreien französischen Sieger Quentin Fillon Maillet betrug 2:30,2 Minuten.

Nach dem Sieg im Einzelrennen gewann Fillon Maillet seine zweite Goldmedaille in Zhangjiakou. Der 29 Jahre alte Gesamtweltcup-Führende verwies Tarjei Bö (Norwegen) und Eduard Latypow (ROC/beide 1 Strafrunde) auf die Plätze zwei und drei.

Eishockey, 14.10 Uhr, USA - Deutschland

Verbessert, aber noch nicht gut genug: Trotz ihrer bisher stärksten Turnierleistung hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft die Olympia-Vorrunde mit der zweiten Niederlage abgeschlossen. Beim 2:3 (1:1, 0:1, 1:1) gegen die USA begann das Team von Bundestrainer Toni Söderholm furios, gab bis zum Schluss alles, muss sich für den Kampf um die Medaillen jedoch noch weiter steigern. Denn jetzt wird es ernst in Peking.

Eisschnelllauf, 15 Uhr, 500 Meter/Damen

Eisschnellläuferin Erin Jackson (USA) hat sich bei den Winterspielen in China den Olympiasieg über 500 Meter geholt. Die 29 Jahre alte Weltcup-Führende siegte am Sonntag in 37,04 Sekunden. Jackson ist die erste Afroamerikanerin, die eine olympische Eisschnelllauf-Medaille gewinnen konnte.

Zweite wurde die Japanerin Miho Takagi in 37,12 Sekunden, die schon über 1500 Meter Silber geholt hatte. Bronze sicherte sich die russische Weltmeisterin Angelina Golikowa in 37,21 Sekunden. Deutsche Eissprinterinnen waren nicht am Start.