Skispringer Markus Eisenbichler gewann zusammen mit dem Team bei Olympia die Bronzemedaille.
Skispringer Markus Eisenbichler gewann zusammen mit dem Team bei Olympia die Bronzemedaille. dpa

Bob/Monobob, Frauen: Laura Nolte verpasst Medaille bei Olympia-Premiere im Monobob

Laura Nolte (Winterberg) hat bei der Olympia-Premiere im Monobob eine Medaille knapp verpasst. Die WM-Dritte rutschte bei den Winterspielen in China am Entscheidungstag vom Bronzerang noch auf den vierten Platz ab. Europameisterin Mariama Jamanka (Oberhof) belegte beim souveränen Sieg der US-Amerikanerin Kaillie Humphries (USA) den enttäuschenden 13. Rang.

Eiskunstlauf, Eistanz

Die viermaligen Weltmeister und fünfmaligen Europameister Gabriella Papadakis/Guillaume Cizeron sind auf Goldkurs. Mit 90,83 Punkten übernahmen die Franzosen die Führung. Als Zweite gehen die Europameister Wiktoria Sinizina/Nikita Kazalapow aus Russland mit 88,85 Punkten in die Kür am Montag. Dritte wurden die amerikanischen Eistänzer Madison Hubbell/Zachary Donohue mit 87,13 Punkten.

Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron sind auf Goldkurs.
Gabriella Papadakis und Guillaume Cizeron sind auf Goldkurs. AFP/Christine POUJOULAT

Die Dortmunder Eistänzer Katharina Müller und Tim Dieck sind bei ihrem Olympia-Debüt in Peking knapp an der Qualifikation für das Kür-Finale gescheitert. Sie verfehlten am Sonnabend mit dem 21. Platz den Endkampf der 20 besten Paare.

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Ski Freestyle: Emma Weiß verpasst Finale

Enttäuscht: Deutschlands Ski-Freestylerin Emma Weiß verpasste bei ihrem Olympia-Debüt in Peking das Finale.
Enttäuscht: Deutschlands Ski-Freestylerin Emma Weiß verpasste bei ihrem Olympia-Debüt in Peking das Finale. AFP

Ski-Freestylerin Emma Weiß hat bei ihrem Olympia-Debüt in Peking die Endrunde im Aerials-Wettbewerb verpasst. Die 22-Jährige kam am Montag in der Qualifikation im Genting Snow Park von Zhangjiakou nur auf 75,98 Punkte und verfehlte damit die Teilnahme an der ersten Finalrunde der besten Zwölf. Die beste Punktzahl gelang Weltmeisterin Laura Peel aus Australien (104,54).

„Es ist schade, aber ich habe alles versucht. Es war klar, dass es auch mit einem richtig guten Sprung schwer wird, ins Finale zu kommen. Aber der ganze Stress hat sich auf jeden Fall gelohnt“, sagte Weiß.

Weiß war bei der Ankunft in Peking positiv auf das Coronavirus getestet worden, seit einer ersten Infektion im November schwankte ihr CT-Wert ständig. Die vergangenen Tage verbrachte sie vom deutschen Team getrennt, durfte dank negativer Tests aber zum Training ihr Zimmer verlassen.

Skispringen: DSV-Adler holen Bronze

Punktlandung zum bronzenen Happy End: Die deutschen Skispringer um ihre Topstars Karl Geiger und Markus Eisenbichler sind in der Kältekammer von Zhangjiakou zur erhofften Olympia-Medaille im Teamwettbewerb geflogen, mit Bronze in einer Zentimeter-Entscheidung sorgten sie für einen starken Abschluss ihrer lange Zeit so holprigen Winterspiele.

Die DSV-Adler Constantin Schmid, Stephan Leyhe, Markus Eisenbichler and Karl Geiger (v.l.) jubeln über Bronze bei Olympia.
Die DSV-Adler Constantin Schmid, Stephan Leyhe, Markus Eisenbichler and Karl Geiger (v.l.) jubeln über Bronze bei Olympia. AP

„Ich kann nicht mehr, ich bin durch. Ich wollte unbedingt die, sorry, Scheiß-Medaille haben“, sagte Eisenbichler nach seinem ersten olympischen Edelmetall in der ARD: „Es war ein brutaler Wettkampf, brutal eng. Ich weiß nicht, wohin mit meinen Emotionen.“ Bundestrainer Stefan Horngacher meinte: „Es stand auf Messers Schneide, ich bin extrem glücklich.“

Nach acht Sprüngen und mehr als einem Kilometer in der Luft lagen Geiger, Markus Eisenbichler, Constantin Schmid und Stephan Leyhe mit 922,9 Punkten 0,8 Zähler und damit umgerechnet 44 Zentimeter vor den viertplatzierten Norwegern. Zum vierten Olympiasieg nach 1994, 2002 und 2014 reichte es für die DSV-Adler aber deutlich nicht: Österreich mit dem 36 Jahre alten Schlussspringer Manuel Fettner (942,7) gewann ein wenig überraschend vor Slowenien (934,4).

Zweierbob: Deutscher Dreifach-Sieg möglich

Francesco Friedrich führt, und doch ist alles anders: Johannes Lochner ist dem Dominator zur Halbzeit im Zweierbob auf den Fersen. Sogar ein deutscher Dreifachsieg ist greifbar.

Friedrich hat die Goldmedaille im Visier, doch er wirkte angefressen. Der Dominator hob seinen Bob vom Eis, klatschte kurz mit seinem starken Rivalen Johannes Lochner ab und ging dann gleich in die Analyse: Zur Halbzeit des Zweier-Rennens in Yanqing zeichnet sich ein deutsches Duell um den Olympiasieg ab - und sogar ein historischer Dreifachtriumph ist möglich. Die Entscheidung fällt am Dienstag in zwei weiteren Läufen (ab 13.15 Uhr MEZ/20.15 Uhr OZ).

„Natürlich machen wir dem Franz Druck, dafür sind wir hier“, sagte Vizeweltmeister Lochner, „wir sind zuversichtlich, alles ist möglich.“ Hinter dem Duo klafft bereits eine gewaltige Lücke. Der Russe Rostislaw Gaitjukewitsch (+0,94 Sekunden) hat als Dritter schon fast eine Sekunde Rückstand, Christoph Hafer (+0,99) liegt in Schlagdistanz zum Bronzerang.

Damit könnten am Dienstag alle drei Medaillen an das Team D gehen, das gab es noch nie: Nicht im Zweier, nicht im Vierer, nicht für Deutschland und auch für keine andere Nation. Die deutschen Schlitten rasten auf offenbar bestem Material mit den Top-Geschwindigkeiten durch die Bahn. In der „Goldrinne“ hatten zuvor bereits die Rodler und Skeletonis mit sechs Olympiasiegen sensationell vorgelegt.

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